Spielregallandschaften
Als wir initiiert durch Beiträge im Forum der Webseite des Fachmagazins Spielbox zum Fotowettbewerb "Spielregallandschaften" aufriefen, wollten wir eigentlich nur einen Blick in Deutschlands Spielezimmer wagen. Sehen alle Regale gleich aus? Gibt es Unterschiede? Kurz, es ergab sich die Frage: Wo und wie wohnt ein Spiel eigentlich?
Diese Frage ist durch die vielen interessanten und zum Teil sehr gelungenen Fotoeinsendungen beantwortet. Spiele in Deutschland leben meist nicht allein, überwiegend wohl geordnet und fast ausschließlich in Holzregalen. Davon kann sich jeder überzeugen, der sich die eingesendeten Bilder ansieht.
Als Nebeneffekt sollte eine Jury das schönste, beste, witzigste Foto prämieren. Der Spieleverlag Kosmos steuerte als Preis ein Spielepaket mit Ubongo und Amazonas bei. Als Jury machten sich Udo Bartsch (Fairplay), Knut-Michael Wolf (Spielbox) und Michael Weber (Reich der Spiele) ans Werk.
Einig war sich die Jury, dass die besten Fotos Andreas Hallerbach einsandte. Sein "Spielregal mit Hägematte" und die Fotomontage "bewachtes Spielregal" überzeugten alle drei Juroren, die beide Fotos auf einen gemeinsamen ersten Platz setzten.
Andreas Hallerbach hat beide Fotos mit einer Pentax Optio 555 Digitalkamera aufgenommen. Die Montage entstand in etwa drei Stunden mit Hilfe von Photoshop. Er erklärt dazu: "Das größte Problem war vorher die Selbstfotografie mit Stativ und Selbstauslöser, da ich ständig aus dem Bild gesprungen bin oder zu früh oder zu spät reagierte. Entstanden war die Finstere-Flure-Montage ursprünglich als Avatar für eine Spielgemeinschafts-Website, bei dem der Hintergrund allerdings ganz schwarz war. Als ich dann von dem Wettbewerb las, war mir klar, dass nur ein beschütztes Spielregal wirklich ein gutes Spielregal ist (denn wer will sich schon seine guten Spiele klauen lassen) und kombinierte so die beiden Bilder."
Aber auch das Regalfoto mit Hängematte hat einen künstlerischen Aspekt: "Als es dann darum ging, das Spielregal alleine in Szene zu setzen, hatte ich die Idee, die Hängematte davor mit ins Bild zu nehmen, auch wenn der Fokus dann vom Regal etwas abgelenkt wird. Aber zum einen führt sie gut die geschwungenen Linien der Regalbretter und des Wandanstriches fort, zum anderen stehen für mich beide Elemente (Hängematte und Spiele) für ein Wohlgefühl, was auch durch die Biegung der Hängematte, die an einen lächelnden Mund erinnert, verstärkt wird."
Wer aber glaubt, dass die Hängematte nur Dekoration ist, irrt sich gewaltig. Zum Spielen wird diese zwar meistens abgenommen, um Platz für einen Tisch zu schaffen, aber "es kommt auch vor, dass in der Hängematte gespielt wird", versichert Andreas, der sich über die Auszeichnung, aber auch sehr über die Anregungen durch die Einsendungen der anderen Mitspieler, besonders die Glastür im Stil von Ohne Furcht und Adel, sehr gefreut hat.






