011 Therion

eine Spielerezension von Anita Borchers - 03.02.2013
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011 - Therion von Heidelberger Spieleverlag

011 Therion spielt in der magischen Stadt Turin im Jahre 1811. Viele mystische Gestalten und Geschichten begleiten die Spieler auf ihrem Weg zum Ziel.

11 Stunden (Runden) haben die Spieler Zeit, gegen Ragnarök, den Wolfsgott zu kämpfen, der die Welt und somit auch die schöne Stadt Turin vernichten möchte. Ein Buch gibt Hoffnung. Es enthält die Anleitung, eine bestimmte Musik zu komponieren, die von dem Einen auf der Orgel der Ewigkeit gespielt werden muss, um die Götterschlacht zu verhindern. Müssen also nur noch die Orgel, der Eine und die Musik gefunden werden.

Die Spieler schlüpfen Runde für Runde in verschiedene Charaktere, um ihren Teil zu den genannten Zielen beizutragen und 011 Therion zu gewinnen. Dabei verfügt jeder der Charaktere über eine bestimmte Eigenschaft, die der jeweilige Spieler für sich nutzen kann. Einige Personen sind bald sehr begehrt und somit von den Mitspielern heiß umworben.
Die Spieler laufen mithilfe der jeweils für die Stunde gewählten Person durch Turin, um viel von der Stadt zu entdecken. Wer sich schneller fortbewegen möchte kann dabei auch auf fortschrittliche Verkehrsmittel setzen. So stehen Dampfbahnen, Einschienenloks und Luftschiffe demjenigen zur Verfügung, der es sich leisten kann.

Bei 011 Therion hängen die Aktionen eines Spielers stark voneinander ab. So greifen drei Zahnräder in einander. Der Spieler muss sich also genau überlegen, welches Rad er bewegt und was dieser Zug auch noch mit sich bringt. Möchte er sich möglichst weit bewegen, bekommt er dafür auf den anderen Zahnrädern vielleicht eine Aktion und ein Transportmittel zugeteilt, die für seinen geplanten Zug ggf. nicht optimal sind.

Letztlich bewegt sich der Spieler durch die Stadt, auf der Suche nach Informationen über die Figur des Auserwählten, er sammelt Notenblätter und sucht die Orgel. Immer mit dem Ziel vor Augen, im richtigen Augenblick die Spielfigur des Einen zur Orgel zu bewegen und die fertig gestellte Komposition zu spielen. Sobald dies gelingt, kann man den Sieg verkünden.

In 011 Therion kostet alles Zeit und es sei sorgfältig abgewogen, wie viel Zeit es wert ist, für die einzelnen Aktionen investiert zu werden. Es wäre doch schade, wenn am Ende die entscheidende Zeiteinheit fehlt, um sich den letzten Schritt der Orgel zu nähern, um den Sieg zu verkünden.

Erstaunlich ist übrigens, dass trotz unterschiedlicher Spieltaktik am Ende die Spieler in unseren Spielrunden häufig gleichauf liegen und innerhalb einer Runde das Spiel beenden können. Zufall? 011 Therion ist in jedem Fall etwas für Liebhaber aufwändig gestalteter Spiele mit einem phantastischen Thema.

011 Therion hält viel liebevoll gestaltetes Material mit aufwändigen Grafiken bereit. Da ist man doch etwas enttäuscht, dass die acht wichtigen Charakterfiguren und die Orgel der Ewigkeit lediglich in grauem Plastik beiliegen, was übrigens auch der Übersichtlichkeit auf dem Spielplan nicht dienlich ist. Dafür kann man die Anleitung in sechs westlichen Sprachen studieren.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
120
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
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