Akaba

eine Spielerezension von Heike und Andreas Bolle - 31.10.2005
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Akaba von Reich der Spiele

Der fliegende Teppich gleitet über den Basar. Der Teppichflieger umrundet gekonnt den gefährlichen Brunnen, schafft es gerade so, um die Ecke des Basar-Standes herum zu kommen, fliegt dann aber mit so viel Schwung hinein, dass die Rückwand des Standes einstürzt und er vom Teppich fällt. Dafür wird er von seinem Saati an den Rand des Basars strafversetzt.

Akaba ist eine gelungene Mischung aus Geschicklichkeits- und Memory-Spiel. Ziel des Spieles ist es, als erster fünf Waren auf einem Basar in einer bestimmten Reihenfolge einzusammeln. Die Spielfiguren haben die Form eines fliegenden Teppichs und werden mit einem kleinen Blasebalg über den Spielplan bewegt. Die Spieler versuchen sie, ohne Unfälle in die Basare zu bringen, wo sie verdeckt liegende Warenkarten aufheben dürfen. Doch nur, wenn die Karte eine Ware zeigt, die der Spieler gerade braucht, darf er sie auf seinem Teppich platzieren, sonst muss er sie wieder verdeckt zurücklegen. Für einen Spielzug hat ein Spieler so lange Zeit, bis sein linker Nachbar, sein „Saati“, einen Pasch würfelt oder er selbst einen Unfall hat oder im Idealfall in einem Basar landet. Für geübte Teppichflieger bietet die Spielanleitung eine Zusatzregel an.

Akaba ist nicht nur optisch ein schönes Spiel, auch der Spielverlauf ist für große und kleine Spieler gleichermaßen interessant. Es ist nicht einfach, die Teppiche mit dem Blasebalg über das Spielfeld zu bewegen, aber er passt genauso gut in eine Kinderhand wie in die Hand eines Erwachsenen. Und wo welche Ware lag, können sich die Kinder sowieso besser merken als Erwachsene. Eine Portion Glück braucht man außerdem, um zu gewinnen, denn es kommt im Spielverlauf auch darauf an, wie der Nachbar würfelt. Jede Runde bringt gleich doppelten Spielspaß, denn jeder ist zweimal an der Reihe. Einmal als Spieler und einmal als Saati. Als Saati muss man seinen Mitspieler kontrollieren und stoppen und sich überlegen, welche Strafe man ihm für einen Unfall zumuten kann. Obwohl das Spiel Konzertration und Geschicklichkeit verlangt, sitzen die Spieler nicht die stumm am Tisch. Man steht auf, geht um den Tisch herum und ruft sich gegenseitig „Stopp“ oder arabisch „Koff“ zu. Diese etwas lebhafte Art zu spielen, gefällt Kindern sehr.

Das schöne Spielmaterial entführt die Spieler in eine arabische Märchenwelt. Dazu gibt es eine Anleitung, die nicht nur verständlich und übersichtlich ist, sondern mit ein paar arabischen Wörtern die Illusion vom orientalischen Basar unterstützt. Leider wurde das arabisch Wort für „Start“ dabei vergessen. Darüber hinaus macht die Anleitung noch lustige Vorschläge, wie sich das Spiel gestalten lässt, etwa den Sieger auf einem Teppich durch die Wohnung tragen.

Akaba ist wirklich ein schönes Spiel für die ganze Familie. Es ist ein Spiel, an dem Kinder und Erwachsene Spaß haben können und das immer wieder aufs Neue spannend ist. Mit Akaba ist ein Spiel gelungen, das ihrem Namen alle Ehre macht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2004
Spielkategorisierung
Fotos
Akaba von Reich der Spiele
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