Alles im Eimer

eine Spielerezension von Frank Biesgen - 31.10.2005
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Alles im Eimer von Reich der Spiele

Zunächst sticht das ungewöhnliche Material ins Auge: 15 (Papp-) Eimer in fünf verschiedenen Farben erhält jeder Spieler, die er zu einer fünfstufigen Pyramide aufschichtet. Ziel ist, die Eimer der Gegenspieler "umzuwerfen" und gleichzeitig das eigene Bauwerk zu schützen.

Dazu erhält jeder zwölf Karten mit Tieren (jedes ist einer der Eimerfarben zugeordnet) in unterschiedlichen Werten. Eine ausgespielte Karte bedeutet, dass der Spieler das entsprechende Tier auf die Eimer der betreffenden Farbe seines linken Nachbarn jagt. Dieser muss entweder kontern, indem er höhere Werte dieses Tieres auslegt und somit den "Schwarzen Peter" weiterreicht, oder einen Eimer dieser Farbe abbauen. Steht keiner davon mehr frei, hat der betroffene Spieler leider Pech: Er muss einen aus einer unteren Reihe nehmen und alle darüber stehenden Eimer rutschen nach und sind ebenfalls verloren - ganz wie in der Wurfbude auf dem Rummel. Bis zu drei Karten darf ein Spieler einsetzen, um ein Tier zu vertreiben - nachgezogen wird jedoch in jedem Fall nur eine.

Je nach Mitspielerzahl endet die Partie, wenn ein oder zwei Pyramiden vollständig abgebaut sind; wer dann noch die meisten Eimer übrig behalten hat, gewinnt.

Mit Alles im Eimer legt Stefan Dorra ein vorzügliches Ärgerspiel vor, welches auch durch die passende thematische Einbettung Spaß bereitet. Eine Prise Taktik beim Aufbau der Eimerpyramide ist zwar vorhanden und auch erforderlich, der Schwerpunkt liegt aber auf Kartenglück und -unglück. Da eine Runde jedoch nur knappe 20 Minuten dauert, ist eine Revanchepartie kein Problem und wird mit Sicherheit auch gewünscht. Allerdings ist eine Runde von mindestens drei oder vier Spieler zu empfehlen, denn dann ist es auch noch möglich, gezielt gegen die Mitspieler vorzugehen, während das Ganze bei voller Besetzung zur reinen Gaudi mutiert. Zu zweit ist Alles im Eimer dagegen nicht zu empfehlen.

Zwei kleine Wermutstropfen: Die kindlich wirkenden Illustrationen sind gewöhnungsbedürftig und sicher nicht jedermanns Sache, und bei den Zahlen hätte man sich mehr Mühe geben sollen. So fällt es schwer, die Vier und die Sieben zu unterscheiden. Die Sechs kann man Dank fehlenden Punktes auch leicht für eine Neun halten, die es als Wert allerdings nicht gibt. Dies schmälert die Freude am Spiel jedoch nur unwesentlich.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2002
Spielkategorisierung
Auszeichnungen: 
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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