Asante

eine Spielerezension von Ralf Schallert - 01.09.2013
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Asante von Kosmos

Rüdiger Dorn ist ja als Autor kein unbeschriebenes Blatt und mittlerweile hat er anscheinend eine Vorliebe für den afrikanischen Kontinent entwickelt. Nicht anders ist es zu erklären, dass er sich mit seinem aktuellen Kartenspiel Asante nach den Spielen Jambo im Jahr 2004, den beiden Erweiterungen zu Jambo und Waka Waka im Jahr 2012 wieder ins Herz Afrikas begibt.

Dabei sollte allerdings nicht verschwiegen werden, dass sowohl Waka Waka als auch das vorliegende Asante sehr stark im Dunstkreis von Jambo angesiedelt sind und neben der Spielgrafik auch grundlegende Spielmechaniken übernehmen. So kann man Asante genau genommen als eine mit kleineren spielmechanischen Änderungen versehene Neuauflage des Spiels Jambo bezeichnen. 

Der Einfachheit halber sei hier in diesem Zusammenhang auf die zu Jambo gehörende Rezension verwiesen, so dass in dieser Rezension vorwiegend auf die Änderungen der Spielmechanik eingegangen werden soll.

Asante ist ein Handels-Kartenspiel für zwei Spieler, welche versuchen, durch klugen Ein- und Verkauf ihrer Waren das Startkapital zu verdreifachen. Jede Menge Aktionskarten können die eigenen Pläne unterstützen oder die des Gegners empfindlich stören. Die wichtigsten das Spiel beeinflussende Änderungen sind: Es gibt zum einen keine kleinen Marktstände mehr und die Spieler sind dadurch verstärkt auf das eigene Kartenglück angewiesen. Zum anderen sind als neues Spielelement die heiligen Orte Zentralafrikas hinzugekommen. Immer drei dieser Orte liegen zufällig gezogen in der Mitte des Spielfeldes. Wird von einem der Spieler ein Gegenstand ausgelegt, so erhält sein Gegner die entsprechende Karte heiliger Ort. Diese Karten können gesammelt werden, um dann beim Auspielen nur einer Karte additiv gewisse Boni zu gewähren.

Das eigentliche Spielgefühl im Vergleich zum Urspiel Jambo bleibt unverändert. Es bedarf für alle Neulinge einige Zeit, um sich ausreichend mit den Kartentexten und deren möglichem Einsatz auseinanderzusetzen. Ist diese Hürde erst einmal gemeistert, entfaltet sich wieder ein reizvolles Spiel. Die heiligen Orte bringen eine gefällige neue Komponente, die sich gut einfügt, allerdings auch nicht Spiel entscheidend wirkt. Grafisch ist Asante ebenfalls wie Jambo gestaltet, so dass es möglich ist, z.B. die Aktionskarten quasi als dritte Erweiterung für Jambo zu nutzen. Warum Asante allerdings bei derart minimalen Spieländerungen als neues Spiel und nicht als eigenständig spielbare Erweiterung zu Jambo vermarktet wird, erschließt sich mir nicht ganz. Grundsätzlich sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass die durch das Nachziehen von Karten bedingte Glückskomponente bei aller Erfahrung Spiel entscheidend sein kann. Da die Spielzeit von Asante aber recht kurz gehalten ist, sollte in solchen Fällen einer Revanche-Partie nichts im Wege stehen. Hat der Spieler mit den vorgenannten Punkten kein Problem, kann das Spiel vorbehaltlos empfohlen werden, da es von seiner Klasse im Laufe der Jahre nichts verloren hat.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12 - 12
Spieldauer (Minuten): 
40
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
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