Auf & Ab

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 31.10.2005
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Auf & Ab von Reich der Spiele

Bei einem ersten Blick auf den Spielmechanismus von Auf & Ab fühlt man sich an Karrierepoker oder einen seiner zahlreichen traditionellen Vorgänger erinnert. Und tatsächlich geht es hier wie dort darum, seine Karten als Erster loszuwerden - und in beiden Fällen muss das Gebot des vorhergehenden Spielers erhöht werden.

Allerdings ist es bei Auf & Ab nicht erlaubt, die Kartenzahl innerhalb eines Stiches zu ändern. Dafür hat aber jede Karte zwei Zahlen und je nachdem in welche "Richtung" ("auf" oder "ab") man gerade spielt, gelten die roten oder blauen Zahlen. Bei letzteren geht es dann auch nicht darum, die Zahlen des vorhergehen Spielers zu erhöhen sondern zu verringern. Einige Karten bewirken den Wechsel dieser Richtung.

Diese Regeln sind schnell erklärt und verstanden, aber in den ersten Runden spielt man noch ziemlich planlos, bis man schließlich merkt, dass in dem Spiel doch etwas mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat. So sollte man beim Ausspielen von Karten immer im Blick behalten, welche Zahl sie in der anderen gerade nicht aktuellen Farbe hat, um nicht am Ende auf Karten, die man so gut wie gar nicht mehr los wird, sitzen zu bleiben. Denn sobald einer keine Karten mehr hat, endet die Runde, und er bekommt die Anzahl der Karten, die die anderen noch auf der Hand haben, als Pluspunkte gutgeschrieben.

So spielt man eine zu Anfang des Spiels vereinbarte Rundenzahl oder auf eine Punktzahl hin, bis der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Wie gesagt, es ist mehr Planung möglich, als man zunächst denkt – dennoch, das Glück beim Kartengeben spielt eine entscheidende Rolle. Und selbst wenn sich das bei mehreren Runden auf die Dauer in etwa ausgleicht, bleibt nach einem Durchgang, in dem es einen mal so richtig gebeutelt hat, doch ein etwas schaler Nachgeschmack. Denn die Lockerheit und den Spaßfaktor seiner oben genannten Verwandten hat Auf & Ab nicht.

So ist das Spiel nicht wirklich schlecht aber doch eher Mittelmaß als Oberklasse - und das ist angesichts einer staken Konkurrenz von guten (Karten-) Spielen zu wenig.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2003
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Mehr zum Spiel
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