Blox

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 28.06.2008
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Spiel Blox von Ravensburger - Foto Reich der Spiele

Bei diesem Autorenteam ist zu erwarten, dass es hoch hinaus will. Dies schlägt sich auch im Spiel nieder, bei dem die Spieler immer höhere Türme auf- und auch wieder abbauen dürfen. Hoch hinaus geht es allerdings

nicht in Bezug auf das Material. Ein Kartensatz, bei dem die Rückseite interessanter und nicht weniger langweilig als die Vorderseite ist, und ein altbacken wirkender Spielplan lassen erst einmal nichts hochkarätiges vermuten.

Zu Beginn des Spiels wird der Spielplan, der aus nein mal neun Farbfeldern besteht, zusammengesteckt. Die 40 Blöcke werden nach einen festgelegten System auf dem Spielplan verteilt. Auf jeden Block kommt ein Punktechip. Jeder Spieler erhält vier Spielfiguren und einen Joker. Die 60 Karten werden gut gemischt und an jeden Spieler fünf davon verteilt.

Die Spieler haben verschiedene Aktionen zur Verfügung, von denen sie in ihrem Zug genau eine ausführen können. Wer an der Reihe ist, kann erstens eine Figur einsetzen. Dazu legt man eine Farbkarte ab und zieht die Figur von einer Spielplanseite zum ersten Feld der ausgespielten Farbe.
Oder zweitens kann er eine Figur ziehen. Auch hierfür muss man eine Farbkarte ablegen und die Figur dann auf das erste entsprechende Feld in waagrechter oder senkrechter Linie ziehen. Oder er kann drittens einen Turm abräumen. Dazu muss die Figur in waagrechter oder senkrechter Rehe den Turm erreichen. Dies ist nur möglich, wenn auf dem Weg zum Turm keine der im Turm vertretenen Farben vorkommt. Um den Turm abzubauen, muss der Spieler außerdem für jeden Block eine entsprechende Farbkarte abgelegt. Dabei ist darauf zu achten, dass man nicht mehr als sieben Blöcke vor sich liegen hat. Oder er kann viertens einen Turm bauen. Um einen Turm zu bauen, wählt der Spieler aus seinen Blöcken eine Kombination, für die er die passenden Karten auf der Hand hält. Diesen Turm tauscht er gegen eine eigene Figur ans dem Feld aus. Der Turm wird mit einem Punktechip versehen, dessen Wert der Hohe des Turms entspricht. Einen Punktechip mit gleichem Wert erhält der Turnbauer. Oder er kann fünftens eine Figur schlagen. Um eine Figur zu schlagen, müssen mindestens drei Karten in der Feldfarbe der Figur abgelegt werden. Außerdem muss die Figur mit einer eigenen Figur erreicht werden. Für jede eingesetzte Karte gibt es dafür einen Punkt aus dem Vorrat. Oder er kann sechstens Karten tauschen. Wird diese Aktion gewählt, kann der Spieler bis zu fünf seiner Karten gegen neue austauschen. Zudem darf er seinen Joker wieder aktivieren.

Das Spiel läuft über vier Phasen, in denen genau festgelegt wird, welche Türme abgeräumt und in welcher Höhe Türme gebaut werden dürfen. Sobald nur noch ein Viererturm steht, endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten ist Sieger.

Blox ist ein unkompliziertes, schnell erklärtes Spiel. Durch das ständige Nachziehen der Karten ist ein gewisser Glücksfaktor vorhanden, der in unseren Spielerunden allerdings erst in der letzten Spielphase immer wieder zu Tauschaktionen zwang, die natürlich Zeit kosten. Die Taktik hängt sehr von der Zusammensetzung der Spielerunde ab. Man kann sich gegenseitig weitgehend in Ruhe lassen und sich nur auf die Türme konzentrieren oder aber man macht Punkte auch durch das Schlagen von Figuren.

Blox funktioniert in allen angegebenen Spielerzahlen (bei zwei Spieler gibt es ein paar Modifikationen der Spielregel) gut. Die Spielregel ist gut strukturiert und ein extra Übersichtsblatt gibt Hilfestellung beim Spieleinstieg. Die Spielregelmechanismen greifen gut ineinander und sorgen für einen flüssigen Spielablauf. Blox ist auf jeden Fall familientauglich, aber auch für reine Erwachsenenrunden interessant.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Jahrgang: 
2008
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