Hand am Hort

Roman aus der Welt von Shadowrun

ein spielerischer Artikel von Tanja Weber - 29.02.2004

Der Brite Daniel P. Fox, Geheimagent der Regierung, würde gern seinen wohlverdienten Urlaub genießen, aber sein Freund und Schieber Oz aus Seattle bietet ihm einen lukrativen Leibwächterjob an. Fox hat so seine Erfahrungen mit schief gehender Urlaubszeit gemacht, aber das hält ihn nicht davon ab, den Job anzunehmen. Zusammen mit einigen anderen Runnern, die alle noch nie zusammengearbeitet haben, soll er eine junge Deckerin schützen, die anscheinend an einige Daten gekommen ist, die einiges wert sind. Immer wieder gelingt es den Gegnern, sie aufzuspüren und ein Katz und Maus Spiel beginnt, bei dem auch der geheimnisvolle Nazareth eine Rolle spielt. Immer mehr drängt sich Fox der Verdacht auf, dass die Verfolger hinter ihm her sein könnten. Die Geschichte nimmt eine erstaunliche Wendung ...

Die eher klassische James Bond Geschichte wird geschickt in die Shadowrun-Welt integriert und erhält einige "mystische" Komponenten. Zusätzlich bekommen auch die Freunde von Verschwörungstheorien ihren Teil ab. Der "Freizeitrunner" Fox ist, im Gegensatz zu den anderen wichtigen Charakteren, die sehr gut mit kleinen Anfangsgeschichten dargestellt werden, einer der Schwachpunkte bei Hand am Hort. Die Vorstellung, ein Agent der Regierung würde regelmäßig in seiner Freizeit auf Shadowruns gehen, ist etwas unglaubwürdig (James Bond als Meisterdieb?) . Schließlich ist diese Welt auch dadurch geprägt, dass Arbeitgeber zu Paranoia neigen, wenn es um Angestellte geht. Abgesehen davon eine schöne Geschichte, die sehr lesenswert ist.

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