Carcassonne - Das Schicksalsrad

eine Spielerezension von Anita Borchers - 19.09.2010
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Carcassonne - Das Schicksalsrad von Reich der Spiele

Neues aus Carcassonne: Ein Schwein dreht kräftig am Rad, wenn es um das Schicksal der Stadt geht. So dann auch der Titel des neuen Spiels aus der Carcassonne-Reihe: Carcassonne – Das Schicksalsrad.

Aufbauend auf den bekannten Regeln des Originalspiels wird der Spielablauf durch das Schicksalsrad ergänzt. Dieses wird zu Beginn in die Tischmitte gelegt und dient auch gleichzeitig als Startkarte. Das Schwein wird auf das Schicksalsrad gesetzt.

Wie bisher werden Landschaftsplättchen an die Startkarte bzw. den wachsenden Spielplan gelegt, Gefolgsleute als Wegelagerer, Ritter, Mönche oder Bauern auf dem Spielplan eingesetzt und Gewerke wie Straßen, Städte und Klöster gebaut. Neu ist, dass auf einigen Plättchen ein Schicksalsrad mit den Zahlen von eins bis drei abgebildet ist. Wird ein solches Plättchen im Spielverlauf gezogen, so wird zuerst das Schwein um die abgebildete Zahl auf dem aus sechs Tortenstücken bestehenden Schicksalsrad vorwärts bewegt, und anschließend schlägt das aktuelle Schicksal zu. Beendet das Schwein seine Bewegung zum Beispiel auf dem Fortuna-Feld, so erhält der aktuelle Spieler sofort drei Punkte, bei Inquisition erhält jeder Spieler für jeden Mönch zwei Punkte, Hungersnot dagegen belohnt jeden Spieler mit einem Punkt für jeden Gefolgsmann, der sich gerade im Vorrat befindet.

Als weitere Regelergänzung können in Carcassonne – Das Schicksalsrad nun auch die Gefolgsleute in das Schicksalsrad gesetzt werden, um mit etwas Glück seinem Eigentümer weitere Siegpunkte zu bescheren. Eine Berufsbezeichnung hat der Autor diesen Gefolgsleuten nicht spendiert, nennen wir sie im weiteren Text also einfach Glücksbringer.

Wenn ein Spieler sich entscheidet, einen seiner Gefolgsleute nicht in den klassischen Funktionen auf der Straße, der Burg, im Kloster oder auf dem Feld einzusetzen, hat er die Möglichkeit, eine Spielfigur als Glücksbringer auf das Schicksalsrad zu stellen. Dabei wählt er ein freies Feld in einem der sechs Segmente. Wenn das Schwein nun im Folgenden seine Bewegung auf diesem Feld beendet, wird neben der oben beschriebenen Aktion nun der Glücksbringer ausgewertet. Je nach Konstellation bringt er seinem Eigentümer drei oder sechs Siegpunkte und wird anschließend wieder in den Vorrat zurück genommen.

Carcassonne – Das Schicksalsrad verfügt über ein komplett eigenes Deck an Landschaftsplättchen, sodass es als eigenständiges Spiel gespielt werden kann. Wer allerdings schon das Basisspiel oder Erweiterungen des Carcassonne-Spiele besitzt, kann diese nach Lust und Laune mit dem Schicksalsrad kombinieren. Das Schicksalsrad erweitert den Glücksfaktor des Spieles, was dem einen mehr gefallen mag und dem anderen weniger.

Carcassonne – Das Schicksalsrad kommt übrigens nicht alleine. In Kombination mit einem zweiten blauen Carcassonne-typischen Karton wird der Roman zum Spiel gereicht. Auf über 500 Seiten wird die Geschichte der jungen Alix und ihrem Schicksalsrad erzählt, die zu Beginn des 13. Jahrhunderts in der Region rund um Carcassonne lebte. Das Buch gehört zwar nicht zu den spannendsten, die ich bisher gelesen habe, jedoch kenne ich mich nun in Teilen Südfrankreichs, in der Gegend rund um Carcassonne perfekt aus.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
40
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
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