Chicago Gangster

Kanonen, Moneten & Mordsspaß

eine Spielerezension von Frank Biesgen - 19.09.2010

Hier findest du eine Spielerezension zum Gesellschaftsspiel Chicago Gangster. Entdecke mehr zu den Spielregeln und finde heraus, welche Erkenntnisse unser Spieletest mit Chicago Gangster brachte, ob es Spaß macht und für wen es besonders gut geeignet ist. Am Ende des Textes kannst du das Spiel bewerten.

Chicago Ganster von Reich der Spiele

Chicago, mal wieder. Gangsterbanden, natürlich. Und selbstredend geht es darum, die Macht über die Stadt zu erringen. Dazu stehen jedem Spieler neun Mobster zur Verfügung, die durch verschiedenste gegnerische Kartenaktionen nach und nach dezimiert werden. Hat ein Gangsterboss keine Handlanger mehr zur Verfügung, so scheidet seine Familie aus, bis einer übrig bleibt und als „Last Man Standing“ gewinnt.

Im Prinzip reicht dies als Beschreibung zu Chicago Gangster schon völlig aus. Es passiert nicht viel mehr, als dass die Spieler reihum am Zug sind und eine Karte gegen einen beliebigen Kontrahenten ausspielen. Sofern dieser sich nicht (ebenfalls per Karte) retten kann, wird ein Gangmitglied auf die „Abschussliste“ gesetzt. Ist die Liste ausreichend gefüllt, werden die Opfer nach und nach ins Hafenbecken verfrachtet oder sonstwie um die Ecke gebracht. Ein einfaches Konzept, das in der richtigen Runde aufgehen kann, aber nicht mehr wirklich zeitgemäß scheint.

Und in der Tat gibt es das Spiel als Family Business schon seit Anfang der 1980er-Jahre. Was damals vielleicht noch innovativ und frisch war, wirkt heute altbacken und, dem Thema zum Trotz, ziemlich bieder. Zunächst plätschert das Spiel dahin, bis alle nur noch über drei oder vier Bandenmitglieder verfügen; in der Endphase erledigt dann das Nachziehglück den Rest, gekoppelt mit persönlichen Animositäten. Wem das reicht, der hat wahrscheinlich bereits die ähnlich angelegten Guillotine oder Sitting Ducks im Regal, oder auch das nicht ganz so schwarzhumorige Pecunia non olet. Ansonsten sind die Gangster aus Chicago gerade aufgrund ihrer atmosphärisch gestalteten Charakterkarten (Kompliment an den Grafiker für die 54 individuellen Knautschgesichter!) als Füller oder Absacker nicht ungeeignet. Eine gewisse entspannte Einstellung zum Thema „Gewalt im Spiel“ sollte man aber mitbringen, und nachtragende Zeitgenossen mögen hier eventuell weniger Spaß haben.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung

Spielbewertung

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