Cincinnati

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.12.2006
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Cincinnati von Reich der Spiele

Unter den verschiedenen Pokerspielen ragt Cincinnati in mehrfacher Hinsicht heraus. Zum einen kommt das Spiel in einer sehr edlen Ausstattung daher, zum anderen ist es bereits für Spieler ab zehn Jahren geeignet, während die anderen Pokerspiele laut Hersteller meist erst ab 18 Jahren geeignet sind.

Cincinnati wird an drei „Tischen“ (die in Form von Filzstücken beiliegen und mit A, B und C gekennzeichnet sind) gespielt. Jeder Spieler erhält einen Würfelbecher aus Leder, fünf Würfel, drei Chips (die zum Kauf von weiteren Würfelversuchen eingesetzt werden können) und eine Würfelunterlage aus Filz.

Jede Spielrunde besteht aus vier Phasen. In der ersten Runde werden vom gemischten Geldkartenstapel drei Karten gezogen und offen auf die drei Tische gelegt. In der zweiten Phase würfeln alle Spieler gleichzeitig mit ihren fünf Würfeln. Jeder schaut sich das Würfelergebnis unter seinem Becher geheim an. Dann entscheidet sich die Spieler geheim für einen der Tische, an dem sie in dieser Runde spielen möchten. Danach wird der Würfelbecher angehoben, sodass jeder auch die Würfel der anderen Spieler sehen kann. Alle Spieler führen nun gleichzeitig ihren zweiten und dann ihren dritten Versuch aus. Durch Abgabe eines Chips kann man sich bei Bedarf noch einen weiteren Würfelwurf erkaufen.

In der dritten Phase werden der Reihe nach die drei Tisch abgeräumt. Dabei gilt: Tisch A kann nur abgeräumt werden, wenn man mindestens einen Drilling vorweisen kann. Bei Tisch B braucht man eine kleine oder große Straße. An Tisch C darf die Summe der Würfelaugen maximal elf betragen. Wer einen Tisch abräumt, bekommt alle dort liegenden Spielkarten. Haben sich mehrere Spieler für den gleichen Tisch entschieden, so räumt der Spieler den Tisch ab, der den besten Wurf vorweisen kann. Erfüllen zwei oder mehr Spieler diese Bedingung in gleicher Weise, so tragen sie ein Duell ums Abräumen aus.

Ebenfalls ein Duell trägt aus, wer nach dem Abräumen eine Duellkarte vor sich liegen hat. Bei einem Duell würfeln die Spieler abwechselnd. Nach dem dritten Wurf können noch Chips für extra Würfe eingesetzt werden. Der Spieler mit den besseren Ergebnis gewinnt das Duell. Gewinnt der Besitzer der Duellkarte, darf er sich vom Verlierer dessen höchste Geldkarte nehmen. Verliert der Besitzer der Duellkarte, passiert nichts.

Das Spiel endet nach zwölf Runden. Sieger ist der Spieler mit dem meisten Geld.

Mit Cincinnati liegt ein Zockerspiel vor, das schnell erklärt ist, keinen besonderen Tiefgang hat, aber trotzdem Spaß macht. Das Material ist edel und hat durchaus atmosphärischen Charakter. Eine kleine Einschränkung bei unserer Ausgabe: Bei einem der Würfelbecher löste sich der Boden schon in der ersten Runde. Das ist aber auch der einzige Schwachpunkt, den wir beim Material gefunden haben.

Wenn man von den Duellphasen absieht, spielen immer alle Spieler gleichzeitig. So kommt auch beim Spiel mit sechs Spielern keine Langeweile auf. Das Würfelglück steht im Vordergrund, aber so gehört es sich ja auch im Casino.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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