Crime & Mystery - Bakerstreet Files

eine Spielerezension von Anita Borchers - 18.09.2011
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Bakerstreet Files von Heidelberger Spieleverlag

Drei bis sechs Detektive versammeln sich allabendlich in ihrem Hauptquartier in der Bakerstreet, ganz wie ihr großes Vorbild: Sherlock Holmes. Sie fassen die gesammelten Indizien in kurzen Berichten zusammen und analysieren den aktuellen Fall. So die Geschichte um das Spiel Crime & Mystery – Bakerstreet Files.

Zu Beginn des Spieles wird ein beliebiger Fall in Form eines Zeitungsartikels vorgelesen. Anschließend wird jedem der Spieler ein Verdächtiger zugelost, dem er während des Spieles auf den Zahn fühlen wird. Dann bekommt jeder Spieler noch einige Indizienkarten ... und los geht’s!

Anhand seiner Indizienkarten erstellt jeder der Detektive einen Ermittlungsbericht für seinen Verdächtigen. Die vorliegenden Hinweise geben dabei Informationen darüber, was sich bzgl. seines Verdächtigen vor, während oder nach der Tat ereignet hat, sowie Aspekte über den Verdächtigen selbst, also sein Täterprofil. Diese Hinweise gilt es in einem spannenden Bericht den anderen Mitspielern vorzutragen. Jeder einzelne Hinweis muss dabei Erwähnung finden.

Die Spielanleitung von Crime & Mystery empfiehlt an dieser Stelle, dass die Berichte nicht länger als ein bis zwei Minuten ausfallen sollten. Die Erfahrung der Spielerunden zeigt aber auch, dass ein bisschen Kreativität und Ausschmückung nicht fehlen darf, denn das bloße Aneinanderreihen der Hinweise ist dann doch ein wenig abgehackt und langweilig. Außerdem lassen sich in einem spannenden Bericht die Indizien leichter unbemerkt unterbringen.

Nachdem alle Spieler ihre Informationen über den jeweiligen Verdächtigen verkündet haben, werden die verwendeten Indizienkarten eingesammelt, gemischt und verdeckt sieben der Karten zufällig gezogen. Während die vorherigen Infos lediglich Indizien waren, geben diese sieben Punkte nun konkrete Tathinweise auf den Verdächtigen. Auf der Rückseite jeder Karte findet sich ein, nur unter Rotfolie lesbarer, Text, den Tathinweis. Z. B. lautete der Hinweis der Vorderseite „ging mit einer Krücke“ und auf der Rückseite findet sich dann der Tathinweis „Der Täter muss sich am Bein verletzt haben“. Die Vorderseite wird während dieser Phase für jedermann verdeckt gehalten.

Hinweis für Hinweis wird vorgelesen und nun zeigt es sich, wer zum einen am Besten aufgepasst hat und zum anderen auch noch ein klein wenig um die Ecke denken kann. Für jeden Hinweis notieren die Spieler geheim, auf welchen Verdächtigen dieser Hinweis passt. Außerdem wird am Ende noch ein Tipp abgegeben, wer der Täter ist. Denn der Tat überführt ist der Verdächtige, der die meisten der sieben Tathinweise auf sich vereint. Für jede Übereinstimmung gibt es Punkte. Gewonnen hat Crime & Mystery die Spürnase mit den meisten Punkten.

Neben einem gutes Gedächtnis und einer gewissen Kombinationsgabe sind auch Kreativität und Kommunikationsvermögen gefragt. Crime & Mystery überzeugt durch seinen ausgeklügelten Kartenmechanismus. Etwas schwierig lassen sich die Namen der Verdächtigen merken. Besonders wenn man das Spiel mehrfach hintereinander spielt, kommt man schon einmal durcheinander. Also, Konzentration! Ansonsten noch ein Hinweis zum Spielmaterial: Ein Block mit zwanzig Blättern ist recht mager. Das macht viermal spielen mit fünf Spielern bei je zwei Fällen. Wer also Crime & Mystery – Bakerstreet Files häufiger spielen möchte, sollte den Weg zum Fotokopierer gleich mit einplanen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
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