David & Goliath

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 16.08.2009
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David & Goliath von Pegasus Spiele

Jeder der zwei bis sechs Teilnehmer bekommt fünfzehn Karten auf die Hand und muss versuchen, möglichst viele Punkte zu erreichen. Das Spiel verläuft im Wesentlichen nach den Regeln eines Stichspiels, mit allerdings einigen Änderungen: Man muss zwar (wie gewohnt) eine ausgespielte Farbe bedienen und darf nur eine andere Farbe spielen, wenn man die angespielte nicht hat (Trümpfe gibt es nicht). Bei der Auswertung des Stichs sind Karten der nicht angespielten Farben aber nicht abgeworfen, sondern zählen mit ihrem Kartenwert.

Bei dieser Auswertung erhält der Spieler, der die kleinste Karte gespielt hat, die höchste Karte als „Beute“; der mit der höchsten Karte erhält alle anderen. Am Ende wenn all Stiche gespielt sind, bekommt man für die Karten, von deren Farbe man nur ein oder zwei besitzt, ihren Zahlenwert; hat man mehr, zählt jede Karte einen Punkt. Man spielt so viele Runden, wie Spieler teilnehmen, und es gewinnt, derjenige, der in der Summe die meisten Punkte gemacht hat.

Und wie spielt sich David & Goliath? Die Regeln scheinen ja überschaubar zu sein und sind es auch. Doch in den ersten Runden stellt sich bald das Gefühl einer gewissen Beliebigkeit ein. Man spielt so vor sich hin, ohne dass einem klar ist, was denn günstig sein könnte. Wenn alle Stiche gespielt sind, hat irgendeiner die Runde gewonnen, aber so richtig klar ist niemandem, warum gerade er und nicht ein anderer.

Erst nach mehreren Partien sieht man doch hin und wieder, wie man das Spiel gezielt in Richtung der eigenen Vorhaben steuern kann, aber die Mitspieler merken das auch und werden nach Möglichkeit alles tun, mir Knüppel zwischen die Beine zu werfen und die eigene Punktzahl zu erhöhen.

Dabei sind geübten Kartenspieler gegenüber Neulingen eher im Nachteil – zu ungewohnt ist die Tatsache, dass nicht bediente Farben nicht abgeworfen sind, sondern durchaus zählen. Und außerdem sind zwar alle Kartenspiele durch die zufällige Verteilung der Karten glücksabhängig, aber bei David & Goliath ist Fortunas Einfluss deutlich größer als bei anderen Vertretern diese Genres.

Trotzdem, wer ein wenig Stehvermögen besitzt und sich in das Spielsystem hinein denkt, findet zwar bei David und Goliath kein Highlight, doch ein zwar glücksbetontes, aber dennoch nicht völlig geistloses Spiel, das gut zu unterhalten weiß - und das in allen Besetzungen, was man nicht unterschätzen sollte.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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