Der Goldene Kompass - Duell der Panzerbären

eine Spielerezension von Ingo Krüger - 11.10.2009
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Der Goldene Kompass - Duell der Panzerbären von Reich der Spiele

Erinnert sich noch jemand an die Verfilmung des Romans "Northern Lights" (deutsch: "Der Goldene Kompass")? Niemand? Eben. Das an den Kinokassen ziemlich gefloppte Werk stellt die Grundlage des Kartenspiels für zwei Personen Duell der Panzerbären dar.

Im Spiel treffen zwei der "Panserbjørne" (Originalbezeichnung, dänisch für Panzerbären), Iorek Byrnison sowie Iofur Raknison, in einer eisigen Kampfarena aufeinander. Ziel ist es, sich gegenseitig die meisten Treffer zuzufügen. Derjenige, der die wenigsten Treffer erhält, darf sich als Sieger feiern lassen. Die Spieler schlüpfen abwechselnd in die Rolle des Angreifers beziehungsweise Verteidigers. Beide erhalten jeweils 36 Karten (Verteidigungs-, Bewegungs-, Angriffs sowie Spezialkarten), die sie im Laufe des Spiels anwenden. Treffer kann nur der Angreifer erzielen, soll heißen, derjenige dessen Angriffskarte einen höheren Wert aufweist als die Verteidigungskarte des Gegners. Sollte dies nicht der Fall sein, wechselt die Initiative. Der Angreifer muss sich nun verteidigen. Es ist ferner möglich, sich mit Bewegungskarten einem Zweikampf zu entziehen. Aber auch dies führt auf Seiten des Verteidigers immer zu Trefferpunkten. Allerdings mindert diese Aktion den Wert der Angriffskarte um den Faktor eins. Die Spezialkarten sind Allroundkarten, mit denen man angreifen, sich verteidigen oder bewegen kann. Um das Spiel abwechslungsreicher zu gestalten, können beide Seiten unterschiedliche Kampftricks anwenden. Für den Spieler, der den Panzerbären Iorek führt, ist es beispielsweise möglich, abgelegte Karten wieder aufzunehmen.

So wogt das Spiel hin und her, leider allerdings ohne rechte Dynamik. In einem Duell sollte es spannend und rasant zugehen. Das Duell der Panzerbären plätschert eher dahin. Denn außer ständig Kartenwerte zu vergleichen, passiert nicht besonders viel. Sicherlich ist Duell der Panzerbären kein Totalausfall, aber der Drang, das Spiel häufiger aus dem Spieleregal zu ziehen, hält sich doch in Grenzen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
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