Der Schwarm

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 09.09.2009
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Der Schwarm von Reich der Spiele

Das Brettspiel basiert auf dem Bestseller von Frank Schätzing. Wer das Buch kennt, sollte aber nicht zu viel Ähnlichkeit erwarten. Im Grunde genommen ist nämlich nur das Thema als Grundstock für das Spiel genommen worden, die eigentlich Buchhandlung wird nicht nachgespielt.

Jeder Spieler muss das Meer erforschen, dabei den Schwarm entdecken und eine Verbindung zu der Schwarmkönigin herstellen. Dazu stehen den Spielern Forschungsstationen, Forscher und Schiffe zur Verfügung. Welches dieser Hilfsmittel man benutzen kann, wird in jeder Runde aber über eine Mischung aus Zufallsverteilung und Versteigerung ermittelt. Es gibt Aktionskarten zur Bewegung der Schiffe, zum Einsetzen von Forschern, zum Einsetzen von Forschungsstationen und zum Bewegen der Katastrophen (Wal, Tsunami oder Krebsplage), mit denen man die Mitspieler ärgern kann.

Diese werden gemischt und offen ausgelegt. Danach wird der Reihe nach gezogen. Wer dabei nicht die vorderste Karte haben möchte, muss Siegpuntke dafür bezahlen, eine weiter hinten liegende Karte zu bekommen.

In der zweiten Phase jedes Durchgangs werden nun der Reihe nach diese Aktionskarten ausgespielt. Mit den Schiffskarten kann man ein zusätzliches Schiff einsetzen und dann seine Schiffe bewegen, wodurch der Meeresboden erforscht wird, indem die auf dem Spielplan verdeckt liegenden Schwarmplättchen aufgedeckt und in den eigenen Vorrat gelegt werden. Diese Plättchen können dann später mit der Forscher-Aktionskarte wieder auf dem Plan ausgelegt werden, um die eigenen Forschungsstationen nach und nach mit der Schwarmkönigin in der Mitte zu verbinden.

Sind alle Aktionskarten eines Durchgangs gelegt, kommt es zu einer Zwischenwertung, bei der man Punkte für die Größe des eigenen Verbundsystems bekommt, also der eigenen Schiffe, Forschungsstationen und erforschten Schwarmplättchen, mit denen man die Schiffe und Stationen miteinander verbindet. Nach dem letzten Durchgang gibt es noch zusätzliche Punkte für die Verbindungen zur Schwarmkönigin in der Mitte des Spielfeldes. Nebenbei kann man den Mitspielern noch Minuspunkte einbringen, indem man mit Hilfe der Katastrophenkarten mit Walen oder dem Tsunami die gegnerischen Schiffe oder mit der Krebsplage die gegnerischen Forschungsstationen schädigt.

Das Spiel wirkt nach dem Lesen der Spielregeln sehr komplex, wenn man aber erst einmal eine Runde gespielt hat, versteht man den Spielmechanismus sehr schnell. Durch die einzelnen Aktionen ist die Wartezeit der Mitspieler nicht besonders hoch, was zur Motivation beiträgt. Auch die Interaktion auf dem Spielfeld (die Verbundsysteme der einzelnen Spieler können sich durchaus etwas ins Gehege kommen) sorgt für zusätzlichen Spielspaß. Insgesamt ist Der Schwarm ein kurzweiliges Spiel, das ich bestimmt nicht zum letzten Mal gespielt habe.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
75
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
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