Die Arena von Tash-Kalar

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 30.12.2014
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Brettspiel Die Arena von Tash-Kalar - Foto von Heidelberger - CGE

Beim Betrachten der Schachtelgrafik des Brettspiels Die Arena von Tash-Kalar (Czech Games Editions/Heidelberger Spieleverlag) wird schnell klar, dass es bei dem vorliegenden Spiel um Kämpfe in einer Arena geht, bei denen wenig Kopf aber dafür viel Kraft benötigt wird. Gekämpft wird in der jahrhundertealten magischen Kampfkunst „Tash-Kalar“. Gleichzeitig ist „Tash-Kalar“ der Name der ältesten Arena, von der aus diese Kampfkunst ihren Siegeszug begann. Zum Glück müssen die Spieler nicht selbst kämpfen, sondern sie können mit magischen Steinen fantastische Wesen beschwören, die für sie in die Arena ziehen.

Das Spiel kann in vier verschiedenen Formen gespielt werden, die alle den gleichen Grundregeln gehorchen. Für die erste Partie werden die Grundregeln in einer vereinfachten Form vorgestellt, sozusagen als Einführung für den Zauberlehrling. Für den Zaubermeister gibt es anschließend die vollständigen Regeln.

So wird Die Arena von Tash-Kalar gespielt

Die Arena besteht aus einem zweiseitigen Spielbrett. Je nach der Form, die man spielen will, wählt man eine Seite des Spielbretts. Die magische Kampfkunst wird an vier verschiedenen Schulen gelehrt, wobei sich die beiden imperialen Schulen (die südliche und die nördliche) im Laufe der Jahrhunderte sehr angeglichen haben. Es wird empfohlen die erste Partie mit zwei Spielern durchzuführen.

Zu Beginn erhält jeder Spieler den Kartensatz seiner Kampfschule und die magischen Steine in der entsprechenden Farbe. Die Arena (Spielplan) wird in der Tischmitte ausgelegt. Die Leuchtfeuerkarten werden gemischt und verdeckt neben die Arena gelegt (die Legendenkarten kommen in der ersten Partie noch nicht zum Einsatz). Das Tableau mit den Zielkarten (drei davon sind offen ausgelegt) kommt ebenfalls neben den Spielplan. Jeder Spieler mischt seinen Kartenstapel und zieht die ersten drei Karten davon auf die Hand.

Der Kampf beginnt

Dann eröffnet der Startspieler den magischen Kampf bei diesem Fantasy-Brettspiel. Pro Zug haben die Spieler zwei Aktionen zur Verfügung. Entweder sie legen einen magischen Stein in die Arena oder sie beschwören mit den Steinen in der Arena ein Wesen. Neu eingesetzte Steine müssen auf ein leeres Feld und mit der Schwertseite nach oben gesetzt werden. Wenn die Steine eines Spielers in der Arena eine Figur bilden, die sich auf einer seiner Karten findet, so kann der Spieler dieses Wesen beschwören. Auf der Karte ist angezeigt, auf welchem Feld der Arena das Wesen erscheint. Auf diesem Feld platziert der Spieler einen Stein. Dabei können, wenn nötig, auch eigene Steine zerstört werden. Zusätzlich wird noch der Effekt ausgeführt, den jedes Wesen mit sich bringt. Dabei kann unter Umständen ein Stein eines Spielers auch aufgewertet werden (vom Rekruten über den Helden bis zur Legende). Nachdem ein Wesen seinen Dienst getan hat, wird die Karte abgelegt und der Stein in der Arena ist wieder ein normaler Stein. Am Ende eines Zuges wird die Kartenhand wieder auf drei ergänzt. Einmal in der Arena eingesetzte Steine können nur noch mit Hilfe von Wesensbeschwörungen bewegt werden. Zusätzlich zu seinem normalen Zug kann jeder Spieler noch ein Leuchtfeuer zünden, allerdings nur unter der Bedingung, dass er eine bestimmte Anzahl Steine weniger hat als der Gegner. Sind diese Bedingungen erfüllt und zündet der Spieler ein Leuchtfeuer, so führt er den Effekt aus, legt die Karte ab und zieht eine neue Leuchtfeuerkarte nach.

Für jeden magischen Kampf liegen drei Ziele aus, die jeweils verschiedene Bedingungen ausführen, unter denen dieses Ziel erreicht werden kann. Zielkarten, die ein Spieler erfüllen kann, können nur am Ende eines Zuges genommen werden und es kann auch nur eine Karte pro Zug erfüllt werden. Die Zielkarten sind unterschiedlich wertvoll und werden immer auf drei aufgefüllt. Die Partie endet, wenn ein Spieler die letzte Karte von seinem Stapel gezogen hat oder wenn ein Spieler mindestens sechs Punkte hat.

Wie gut ist das Brettspiel Die Arena von Tash-Kalar?

Die verschiedenen Formen, in denen die magischen Kämpfe durchgeführt werden können, unterscheiden sich vor allem in der Art, wie Punkte gemacht werden können. Es gibt zwei Formen, die zu zweit oder in Teams gespielt werden und eine Schlacht, die mit drei oder vier Spielern geschlagen werden kann.

Tash-Kalar ist im Grunde ein abstraktes Spiel, bei dem mit Spielsteinen verschiedene Figuren, die auf Karten abgebildet sind, auf dem Spielbrett gebildet werden sollen. Die Spielregeln sind im Grunde einfach und mit dem Einstiegsspiel findet man schnell ins Spiel. Unterstützt wird das noch durch die beiliegende Kurzspielregel.

Ein wenig schade ist es, dass von den vier magischen Schulen zwei identisch sind. Das mag zwar für das Einstiegsspiel gut sein, aber für das Spiel wären vier wirklich verschiedene Schulen spannender. Wer Spaß an den magischen Kämpfen gefunden hat, kann sich freuen, denn inzwischen ist die erste Erweiterung mit dem Namen Everfrost erschienen.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
13+
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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