Die Sprache des Manitu

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 30.11.2007
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Die Sprache des Manitu von Reich der Spiele

Wer kann sich das längste Wort in der Manitusprache merken und richtig aussprechen? Der älteste Spieler übernimmt die Rolle des Häuptlings und nimmt den Kartenhalter in die Hand. Anschließend zieht er die oberste Karte vom verdeckten Kartenstapel. Er zeigt sie seinem linken Nachbarn offen und der liest die abgebildete Silbe - zum Beispiel "KU". Die Karte wird dann vom Häuptling verdeckt in den Halter gesteckt, sodass nur er die Karte sehen kann. Jetzt zieht der Häuptling eine zweite Karte vom Stapel und zeigt sie offen. Der nächste Spieler ist an der Reihe und wiederholt erst die Silbe der ersten Karte "KU" und schließt dann die neue wie zum Beispiel "MA" an. So geht es der Reihe nach weiter und der Häuptling überprüft jeweils die genannte Reihenfolge.

Macht ein Mitspieler einen Fehler, ruft der Häuptling Stopp und dieser Spieler ist für diese Runde ausgeschieden. Der nächste Spieler muss jetzt die richtige Silbenreihenfolge nennen, sonst scheidet er auch aus. Erst, wenn ein Spieler es schafft, erhält der nächste Indianer eine weitere Silbe. Schafft es keiner der Mitspieler, die richtige Reihenfolge zu nennen, hat derjenige gewonnen, der zuletzt alle fehlerfrei aufgesagt hat. Ansonsten wird solange gespielt, bis nur noch ein Indianer übrig bleibt. Er ist Sieger der Runde und erhält als Gewinn eine Karte aus dem Kartenhalter.

Die Karten werden neu gemischt und es geht zur nächsten Runde. Der nächste Spieler ist nun Häuptling. Gespielt wird, bis jeder einmal die Häuptlingsrolle übernommen hat. Der Spieler mit den meisten Karten gewinnt das Spiel. Bei zwei Spielern wird die Silbenlänge des gemerkten Wortes aufgeschrieben, zum Beispiel bei sechs gemerkten Karten gibt es sechs Punkte. Vor dem Spiel wird die Rundenzahl festgelegt. Der Spieler mit den meisten Karten nach der festgelegten Rundenzahl gewinnt.

Die Sprache des Manitu ist ein witziges Merk- und Sprachlernspiel. Je mehr Spieler mitspielen und je länger das Wort wird, desto komplizierter wird es. Neben der Merkfähigkeit und Konzentration wird auch die genaue Aussprache der Silben trainiert, denn viel Silben klingen ähnlich. Die Indianer müssen also gut zuhören, um die Sprache zu verstehen und dem Häuptling alles deutlich wiedergeben.

Da nur Silben aneinander gereiht werden und kein Wort aus unserem Wortschatz entsteht, ist es hilfreich sich eine Eselsbrücke zu bauen. Bei Kindern nimmt die Merkfähigkeit nach ein paar Runden merklich ab, deshalb sollte man nicht in zu großen Gruppen spielen und nicht zu oft hintereinander, sonst verlieren sie schnell die Lust. Spielt man die Sprache des Manitu häufiger, verbessert sich aber das Gesamtergebnis und kann sogar Kindern bei Sprachschwierigkeiten helfen. Die Sprache des Manitu ist also nicht nur ein Kinderspiel, sondern ein schönes Lernspiel, was schnell zu erlernen ist und auch Erwachsenen Spaß macht und ihre Merkfähigkeit trainiert.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spielkategorisierung
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