Fangfrisch

eine Spielerezension von Beate und Hans Schmidt - 30.06.2007
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Fangfrisch von Reich der Spiele

Auf Fischmärkten geht es hoch her. Oft muss man schnell zuschlagen, manchmal lohnt es sich aber auch abzuwarten. Dies auch bei Fangfrisch so. Die Spieler sind Fischhändler. Wer am erfolgreichsten handelt und am Schluss das meiste Geld besitzt, gewinnt.

Reihum sind die Spieler Auktionatoren. Sie decken dabei – immer eine nach der anderen – Fischkarten auf. Auf den Karten sind bis zu drei Fische einer Sorte abgebildet. Es wird so lange aufgedeckt bis ein anderer Spieler (im Spiel zu dritt darf auch der Auktionator selbst kaufen), - im wahrsten Sinn des Wortes - zuschlägt. Für die gesamte Auslage zahlt er unabhängig von der Zahl der Karten oder der darauf abgebildeten Fische zehn Euro. Der Auktionator erhält pro versteigerte Karte einen Euro.

Nach dem Kauf sollten die Fische – schön nach Arten sortiert – in die drei jedem Spieler zur Verfügung stehenden Kisten einsortiert werden können. Alle nicht mehr passenden wandern in die Mülltonne. Am Schluss des Spiels muss für jeden Fisch im Müll ein Euro für die Entsorgung gezahlt werden.

Außer am Ende des Spieles dürfen Fische nur am Beginn eines Zuges verkauft werden. Dabei müssen die Kisten jeweils ganz entleert werden. Der Gesamtpreis steigt mit der Anzahl der verkauften Fische stark an. Wenn eine Fischsorte verkauft wird, muss jeder Spieler, der die gleiche Sorte in einer seiner Holzkisten hat, die oberste Karte in seinen Müll legen. Fische in der Eiskiste sind davor geschützt, sie verderben nicht.

Zwei Arten von Sonderkarten sind im Spiel: Mit dem Fischdieb darf man sofort eine oberste Karte eines Mitspielers stibitzen. Mit dem Dosenfisch zwei Karten aus seinem Müll entfernen.

Sobald die Endphase-Karte aufgedeckt wurde, darf nun auch nach jedem Einkauf verkauft werden. Das Spiel endet mit dem Aufdecken der Marktschluss-Karte. Die noch vor den Spielern ausliegenden Fische dürfen alle noch zum halben Preis veräußert werden.

Fangfrisch ist ein Spiel der schnellen Entscheidungen. Die zu ergatternden Fischpakete sind zwar nicht für alle Spieler gleich interessant, weil man sie ja passen einsortieren können sollte, aber irgendwann wird jeder schwach. Das heißt, wer zu lange wartet, bis er zuschlägt, hat nicht nur das Risiko unpassenden Fisch mit kaufen zu müssen, es besteht auch die Gefahr, dass ein anderer Spieler schneller ist. Zu bedenken ist auch der günstigste Zeitpunkt für einen Fischverkauf. Der Erlös steigt mit der Zahl der Fische recht steil an. Andererseits ist es vorteilhaft, Platz für Neuerwerbungen zu schaffen. Müll muss am Schluss des Spiels teuer bezahlt werden. Außerdem sollte man die Auslage der Mitspieler im Auge haben. Kann man jemanden ärgern, indem man eine Fischsorte verkauft, von der er dann die oberste Karte in seinen Müll legen muss? Oder hat man selbst das Risiko, Fische in den Müll abgeben zu müssen? Immerhin kann ich erst wieder verkaufen, wenn ich an der Reihe bin.

Natürlich gibt es mit dem Aufdecken der Fischkarten einen großen Glücksfaktor. Aber der gehört zu diesem lockeren, flotten und lustigen Spiel dazu, das umso mehr Spaß macht, je mehr Spieler dabei sind. Der Spielspaß steigt übrigens noch, wenn es den Auktionatoren gelingt, Hamburger-Fischmarkt-Atmosphäre zu schaffen …

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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