Fremde Federn

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 04.10.2014
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Schachtelgrafik Fremde Federn - Foto von 2F-Spiele

Mit fremden Federn schmücken ... Das ist bei diesem Spiel gleich in zweierlei Hinsicht namensgebend. Einerseits passt es gut auf den Inhalt des Spiels, in dem man als Politiker erfolgreich sein muss, indem man möglichst viel von der Arbeit anderer profitiert. Andererseits kommen einem die einzelnen Mechanismen, die in Fremde Federn verwendet werden, durchaus von anderen Spielen bekannt vor. So ist der Deckbaumechanismus eindeutig auf Dominion zurückzuführen und auch bei Agricola und Im Wandel der Zeiten sind Anleihen genommen worden.

Fremde Federn: Ein Autor bedient sich absichtlich bei den Kollegen

Das ist aber auch gar nicht schlimm. Denn Friedemann Friese hält damit gar nicht hinter dem Berg. Warum sollen gute Spielmechanismen nicht von anderen Spielen übernommen werden? Die Autoren der betroffenen Spiele sind auch vorher gefragt worden und haben ihr OK gegeben. Und es sind ja gerade aufgrund dieser Mechanismen sehr erfolgreiche Spiele. Um es vorweg zu nehmen: Mir hat diese Kombination in Fremde Federn sehr gut gefallen.

Wie wird Fremde Federn gespielt?

Bei Fremde Federn übernimmt jeder Spieler die Rolle eines Politikers, der durch den Einsatz verschiedener Mittel versuchen muss, möglichst viele Machtpunkte zu ergattern, was am besten über den Erwerb eines Doktortitels funktioniert (ein Schelm der jetzt Schlimmes denkt). Der Spieler, der zuerst 95 dieser Punkte erreicht hat, gewinnt. Ähnlichkeiten mit natürlichen Begebenheiten und Handlungsweisen echter Politiker sind natürlich rein zufällig, auch wenn einem beim Betrachten der Abbildungen einige Assoziationen durch den Kopf gehen.

Lohnt sich der Kauf von Fremde Federn?

Fremde Federn ist eigentlich sehr schnell erklärt und gespielt: Die Spieler ziehen alle gleichzeitig fünf Karten von ihrem individuellen Nachziehstapel und ermitteln mit einer der Karten die Startreihenfolge. Danach platzieren alle abwechselnd ihre Wahlhelfer auf unterschiedlichen Aktionen auf dem Spielplan. Im Anschluss können diese Aktionen und die verbliebenen Handkarten genutzt werden, um weitere Karten aus der Auslage zu kaufen und um Siegpunkte zu bekommen.

Fremde Federn ist sehr kurzweilig, das Material hochwertig und die Spielregel übersichtlich und einfach verständlich. Ein bisschen Zeit muss man allerdings mitbringen, insbesondere beim ersten Spiel, aber Fremde Federn hat bei uns allen Probanden sehr gut gefallen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
ab 12
Spieldauer (Minuten): 
95
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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