Frigiti

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 07.03.2012
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Frigiti von Reich der Spiele

Wer bei Scrabble immer schon versagte und nie die richtigen Worte fand, sollte sich Frigiti mal etwas genauer anschauen. Bei diesem kleinen Spiel geht es nicht darum, aus zehn gewürfelten Buchstaben (drei Vokale und vier Konsonanten), ein passendes, korrektes und echtes Wort zu finden – nein, ganz im Gegenteil! Es gilt, ein Wort aus mindestens drei Buchstaben zu finden, das es eigentlich gar nicht gibt.

Gar nicht gibt? Ja, das Wort darf es nicht wirklich geben, und entsprechend würfeln die Mitspieler in jeder Spielrunde je einmal und erfinden mit dem Ergebnis des Würfelwurfes ein gänzlich neues, bisher unbekanntes Wort. Witzig wird es dann beim anschließenden Definieren dieses neuen Wortes. Jeder macht sich so seine eigenen Gedanken, was es wohl bedeuten könnte. Das Schöne an dem Spiel ist, es gibt keine richtigen oder falschen Begriffe und Erklärungen! Es zählt nur der Spielspaß und die Freude an der Sache. In der Spielanleitung werden als Beispiel folgende Definitionen für das neu erfundene Wort “Frigiti“ aufgeführt: A) Eine Zeitschrift für die Frau ab fünfzig. B) Ein kleiner Kühlschrank. C) Eskimofrau in der Menopause. D) Ekel vor Frittierfett. Wow – da bleibt kein Auge trocken!

Also gut, die Spieler machen sich nun so ihre Gedanken. Kreativität, Wortwitz oder gar sachliche Überzeugungskraft, was passt am besten? Ganz gleich, schnell die gefundenen Erklärungen auf einen Zettel notiert und verdeckt in die Mitte gelegt. Diese werden dann wieder eingesammelt, gemischt und wiederum an alle Spieler verteilt. Nun lesen alle nacheinander die auf ihrem Zettel vorhandene Definition vor. Und je nach Zusammenstellung und Fantasie der Spielrunde rufen die vorgelesenen Erklärungen an dieser Stelle bereits den einen oder anderen Lacher hervor. Da fällt auch die Bewertung leicht. Jeder Spieler kann insgesamt drei Punkte vergeben, zwei Punkte für die seiner Meinung nach zwei besten Vorschläge und einen Punkt für seinen eigenen Vorschlag. Es gewinnt, wer so am Ende die meisten Punkte sammeln konnte. Hört sich alles recht einfach an – und das ist es auch.

Auch, wenn man vor dem ersten Spiel alle zehn Würfel selber bekleben muss, geht das Spielmaterial soweit in Ordnung. Diese Würfel, der Wertungsblock, die Punktechips wie auch die Spielanleitung werden in einer stabilen und recht praktischen Blechdose aufbewahrt. So ist immer alles schön verräumt und lässt sich auch gut überall hin mitnehmen. Die beiliegende Spielanleitung spricht nur die weiblichen Spielerinnen an, trotzdem dürfen laut weiterer Beschreibung dann doch auch deren Anhängsel - sprich die Männer – mitspielen *grins*. Auf jeden Fall ist die Spielanleitung leicht verständlich, gut strukturiert und mit vielen sinnvollen und leicht nachvollziehbaren Beispielen aufgebaut. So soll es sein!

Zusammenfassend kann man folgendes Fazit ziehen. Frigiti ist simpel, schnell gespielt, und das Wichtigste: Gewinnen ist nicht alles. Sich unvoreingenommen auf das Ganze einlassen, und Frigiti macht ungemein Spaß. Sicher kommt das Ganze dem einen oder anderen Spieler irgendwie bekannt vor. Es sind doch einige Parallelen zu dem Klassiker Nobody is perfect erkennbar. Jedoch ist Frigiti ein eigenständiges Spiel mit ganz eigenem Spielreiz. Sicher nicht abendfüllend, doch als kleines Partyspiel für zwischendurch oder für eine schnelle Runde mit guten Freunden - Frigiti ist äußerst unterhaltsam und lockert so recht schnell den einen oder anderen Spiele-Abend auf.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
4 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
13 - 13
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
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