Geheimsache

Krimi-Kartenspiel für Agenten mit Köpfchen

eine Spielerezension von Anita Borchers - 10.01.2015
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Krimispiel Geheimsache - Foto von Gmeiner

Geheimsache – Krimikartenspiel für Agenten mit Köpfchen ist ein weiteres Spiel aus der Krimi-Serie des Gmeiner-Verlags. Als Agenten versuchen zwei bis fünf Spieler ihren eigenen geheimen Wochenplan zu entschlüsseln: Wann treffen sie doch gleich welchen Informanten? Dafür sind sie auf die Hilfe der Mitspieler angewiesen, denn jeder Spieler sieht nur die Wochenpläne der anderen Spieler, seinen eigenen jedoch nicht.

So wird das Krimispiel Geheimsache gespielt

Alle Spieler erhalten verdeckt je einen Wochenplan, wobei die Wochentage von Montag bis Freitag in fünf unterschiedlichen Farben dargestellt sind. Ziel des Spieles ist es, nun herauszufinden, welcher Wochentag welche Farbe hat. Zuerst werden die Wochenpläne so aufgestellt, dass sie vom Eigentümer nicht einsehbar, für jeden anderen Spieler jedoch gut sichtbar sind.

Nun erhält jeder Spieler noch so genannte Informantenkarten. Diese gibt es ebenfalls in den fünf unterschiedlichen Farben. Jeder erhält in jeder Farbe je zwei Karten und zwei weitere beliebige. Auf ihnen ist jeweils eine Uhrzeit abgebildet. Dann kann das Spiel starten.

Geheimsache wird in Runden gespielt. Jede Runde legen nun – beginnend mit dem Startspieler – die Spieler nacheinander eine ihrer Informantenkarten offen aus. Anschließend beginnt der Startspieler zu beschreiben, was er sieht. Und zwar auf Basis der Wochenpläne der Mitspieler und aller ausgelegten Informantenkarten. Aus der Kombination des Wochentages und der farbigen Uhrzeit ergibt sich eindeutig, welcher Mitspieler aus Sicht des Startspielers das erste Agenten-Informanten-Treffen der Woche haben wird und welcher das letzte. Die anderen Spieler erhalten unter Umständen wichtige Informationen über ihren eigenen, für sie ja nicht sichtbaren, Wochenplan. Diese Informationen werden schriftlich festgehalten.

Nun folgt der nächste Spieler und beschreibt, was er aus seiner Sicht über das erste und das letzte Treffen der Woche sagen kann. Und so fort. Informationen erhalten die Spieler also nur durch die Aussage ihrer Mitspieler. Nachdem alle Spieler die Erkenntnisse aus ihrem Blickwinkel verkündet haben, beginnt eine neue Runde Geheimsache.

Der Startspieler wechselt und erneut legt nun jeder eine Informantenkarte mit Uhrzeit aus. Wenn man schon bestimmte Informationen über seinen Wochenplan gewonnen hat, lässt sich durch geschickte Farbwahl und mit einem Blick auf die bereits ausgelegten Karten der Mitspieler ggf. die eine oder andere Wissenslücke gezielt schließen. Geheimsache gewinnt der Spieler, der als erstes die richtige Farb-Wochentag-Kombination notiert hat.

Wie gut ist das Deduktionsspiel Geheimsache von Gmeiner?

Geheimsache ist ein Deduktionsspiel mit einfachen Regeln. Spieler, die gerne kombinieren und knobeln, sind hier genau richtig. Allerdings ist der Glücksfaktor – anders als in der Spielanleitung angegeben – recht hoch. Die Verteilung der Informantenkarten und das Agieren der Mitspieler haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf das eigene Vorankommen, welches mit eigener Taktik und Überlegung nicht wettgemacht werden kann. So haben in einem Spiel vier von fünf Mitspielern in der ersten Runde zufällig ihre Dienstagsfarbe ausgelegt. Zwei von ihnen hatten nach der Runde klare Informationen über ihre Dienstagsfarbe und lösten ihre Aufgabe viele Runden bevor die anderen Spieler erhellende Erkenntnisse zusammentragen konnten. Und diese Partie war kein Einzelfall. Wer den Glücksfaktor jedoch nicht scheut, findet ein unterhaltsames Kombinationsspiel. Am meisten Spaß bringt Geheimsache übrigens in der Maximalbesetzung mit fünf Spielern.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2014
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
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