Geschenke für den Radscha

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 04.01.2011
  Spiel bewerten Spiel kaufen kommentieren
Geschenke für den Radscha von Reich der Spiele

Die Sonne brennt unbarmherzig, und die Spieler kämpfen sich mit Ihrer Spielfigur von Ort zu Ort quer durch die auf dem Spielplan illustrierte Wüstenlandschaft. Derjenige, dem es als erstes gelingt, den fliegenden Teppich und die magische Wunderlampe zu besorgen und auch wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren, gewinnt das Spiel. Das Ganze hört sich nach einem simplen Wettlaufspiel an. Doch wenn es nur auch so einfach wäre, die erforderlichen Geschenke für den Radscha zu besorgen.

Den Reiz in diesem neuen Spiel von Florian Isensee macht der ausgeklügelte Zugmechanismus aus. In der Wüste sind Steine in den Spielerfarben verteilt, und am Schnellsten kommt man dann voran, wenn man genau über diese Felder zieht. Diese Steine darf man dann unterwegs einsammeln, und für jeden eingesammelten Stein muss man auch wieder einen Stein in der eigenen Farbe in der Wüste auslegen. Dabei werden natürlich auch immer wieder neue Routen gebildet, die die Mitspieler oder man selber nützen kann. Nun ist das Spannende an der Sache, so vorausschauend zu planen, damit man selber möglichst am Schnellsten voran bzw. zu den gewünschten Orten kommt. Das Ganze wird dadurch noch interessanter, dass man zum Kauf der Geschenke auch das passende Kleingeld, sprich vier verschiedenfarbige Steine, zur Hand haben muss. Somit ist man ständig bedacht, möglichst genügend eigene Farben zum Fortbewegen wie auch Farben der Mitspieler zum Einkaufen zu besitzen. Das Ganze funktioniert wirklich sehr gut, gibt so dem Spiel auch ungeahnte Spieltiefe und dadurch ganz unerwartet auch die eine oder andere kooperativen bzw. interaktiven Momente.

Bei Geschenke für den Radscha ist das Spielmaterial zweckmässig, und die vom Format etwas ungewöhnliche Spielanleitung vermittelt das Wichtigste leicht verständlich. Das Ganze wird in einer ebenfalls nicht ganz alltäglichen Spieleschachtel aufbewahrt. Doch gleich Loslegen gilt nicht. Vor Spielbeginn muss zuerst noch die Startaufstellung etwas langatmig auf dem Spielplan ausgelegt werden. Jedoch kann man dabei von Spiel zu Spiel variieren, das entschädigt für das mühevolle Startprozedere. Denn diese variablen Startaufstellungen und noch zusätzliche Sonderkarten verleihen dem Spiel ausserdem den letzten Kick.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
40
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel
Brettspiele-Newsletter von Reich der Spiele abonnieren