Halli Galli Extreme

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 31.10.2005
  Spiel bewerten Spiel kaufen kommentieren
Halli Galli Extreme von

Als 1992 die Grundversion von Halli Galli auf den Markt kam, konnte noch niemand erahnen, wie erfolgreich dieses kleine Spiel in den folgenden Jahren die großen und kleinen Spieler erfreuen wird. Deshalb wundert es auch nicht, dass Autor und Verlag die gute Grundidee immer wieder gerne aufgreifen und so neben dem Original im Jahr 1997 mit Halli Galli Junior und im Jahr 2003 mit Halli Galli X-Mas Edition eine spezielle Ausgaben veröffentlicht haben.

Und was ist so besonderes an diesem jüngsten Spross der Familie? Nun, wie bei allen anderen Versionen von Halli Galli kommt zuerst einmal die typische Glocke in die Tischmitte, die Karten werden gemischt und an die Spieler verteilt. Nacheinander decken die Spieler immer jeweils eine ihrer Karten auf und stapeln diese vor sich, auf einen eigenen Ablagestapel. Während man beim Original noch die aufgedeckten Früchte zählen sollte, muss man nun, sobald zwei genau identische Karten aufgedeckt sind, als erster auf die Glocke schlagen, um so all die offenen Ablagestapel der Spieler zu erhalten. Hat man sich verschaut oder einen Fehler gemacht, wird man entsprechend bestraft.

Neu sind die Tierkarten, welche noch einen zusätzlichen Reiz in das Spielgeschehen bringen. Der Elefant frisst zum Beispiel alle Früchte außer die Erdbeeren gerne. Also gilt es, sobald auf den Ablagestapeln ein Elefant und keine Erdbeeren zu sehen sind, als erster kräftig die Glocke zu betätigen und so wiederum die ganzen offenen Ablagestapel der Mitspieler einzuheischen. Beim Affen darf keine Limone auf den Ablagestapeln zu sehen sein. Und das Schwein? Nun, Schweine sind bekanntlich Allesfresser. Sobald also ein Schwein erscheint – schnell und kräftig auf die Glocke hauen. Wer am Ende die meisten, beziehungsweise alle Karten erfolgreich erklingeln konnte, hat die Spiel-Runde gewonnen.

Die Spielanleitung, die Karten und besonders die stabile Glocke lassen keine Wünsche übrig. Nur bei zwei Spielern fehlt es dieser Version im Vergleich zum Original leider etwas an Dynamik. Ab drei Spielern wird der Spielablauf wieder deutlich flüssiger. Der Spielspaß steigt entsprechend der Anzahl der Spieler. Ansonsten weiß auch diese Variante von Halli Galli zu begeistern. Wieder läuft man Gefahr, sich beim Glockenhauen blaue Flecken zu holen und gleichzeitig doch tatsächlich noch eine Menge Spaß dabei zu haben.

Besitzer des Originals brauchen diese neue Variante nicht unbedingt, es gibt zu wenig Neues. Allen anderen kann dieses nette Spiel aus der Reihe jedoch auch dieses mal wieder mit ruhigem Gewissen empfohlen werden.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2005
Mehr zum Spiel
Brettspiele-Newsletter von Reich der Spiele abonnieren