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Haste Worte

Das kreative Wortsuchspiel
Haste Worte

Haste Worte
© Huch and friends



2009 erschien ein Remake des bereits 1997 herausgebrachten Wortsuchspiels Haste Worte vom Erfolgsduo Kramer/Kiesling. Es geht unverändert darum, zu einem Begriff, der von einer der Aufgabenkarten vorgelesen wird, in kurzer Zeit möglichst viele Unterbegriffe zu nennen. Nach Ablauf der Zeit müssen alle Spieler mittels Tippkarten tippen, wie viele sie von ihren notierten Begriffen tatsächlich vorlesen können. Die Frage ist deshalb spannend, weil nur der erste Spieler (der die kleinste Zahl getippt hat) ungehindert vorlesen kann. Liest er (oder folgende Spieler) Begriffe vor, die auch die anderen notiert haben, müssen letztere diese Begriffe streichen. Sie dürfen nicht mehr vorgelesen werden. Wer mit seinem Tipp richtig lag, bekommt die getippte Zahl als Punkte und zieht seine Figur entsprechend weit vor. Wer seinen Tipp nicht erreichte, bekommt nichts. Auf diese Art gewinnt, wer als erster das Ziel erreicht.

Bedeutendster Unterschied zwischen den Ausgaben ist, dass es bei der alten Version einen Spielplan mit einem festen Parcours gab, an dessen Ende der Sieger feststand. Im neuen Spiel, gibt es keinen Spielplan und keinen vorgeschriebenen Weg. Vielmehr benutzen die Spieler die Aufgaben- und Handicapkarten, um einen variablen Parcours auszulegen. Auf der Rückseite der Karten sind dazu Felder markiert, die zuweilen leider als solche nicht direkt erkannt werden. Das erlaubt jedoch die Spieldauer zu verkürzen oder zu verlängern.

48 Aufgabenkarten gibt es, jede mit zehn Fragen. Das sind 480 Fragen, die eine zeitlang Abwechslung versprechen. Besonderer Gag und – je nach Aufgabe - ganz schön knifflig sind die zwölf Handicapkarten. Landet der führende Spieler mit seiner Figur auf einer solchen, muss er ein Handicap für seine Lösungen hinnehmen (zum Beispiel nur Begriffe ohne „e"). Mit der „richtigen" Aufgabe kombiniert, kann das fies schwer sein. Oder denken Sie mal an ein Märchen ohne „e" im Namen.

Haste Worte ist ein netter Einstieg oder Absacker für einen runden Spieleabend. Wortspiele haben immer etwas Lustiges, Kreatives und Kommunikatives sowieso. So auch Haste Worte. Die Autoren haben den Spielern mit den auf ihre eigenen Wortlisten abzugebenden Tipps ein Element zum Taktieren mitgegeben: Tippt man eine kleine Zahl, kann man unter Umständen als einer der ersten vorlesen, bekommt aber weniger Punkte. Tippt man hoch, macht man eventuell viele Punkte – aber nur, wenn andere die Begriffe nicht schon vorlesen. Das macht das ganze pfiffig und unterscheidet es von Stadt-Land-Fluss.

Die Regeln sind denkbar einfach, der schnelle Zugang ist garantiert. Es kann mit ein wenig Fingerspitzengefühl sicher auch von etwas jüngeren Spielern gespielt werden, da die Aufgaben auf den Karten unterschiedlich schwierig sind. Leichtere Aufgaben („Womit man sich vor Regen schützt") sind aber genug enthalten. Daher ist es eine gute Empfehlung für Familien und solche, die es werden wollen. Vielspieler können sich an Aufgaben wie  „Brettspiele" oder ähnliches messen.

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