Hennen Rennen

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.07.2004
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Hennen Rennen

Alle Hühner auf die Leiter! Und die stolzesten Hähne nach oben. Die armen Küken nach unten. Aber aufgepasst, da wollen sich noch welche zwischen drängeln. Dann gilt die Hackordnung und die belohnt die stärksten Hühner. Der Rest landet im Staub.

Insgesamt werden anfangs hundert Karten mit den Werten eins bis hundert gemischt. Jeder Spieler erhält davon sieben als verdeckten Stapel und drei Handkarten, die nach jeder der folgenden Bietrunden vom persönlichen Stapel aufgefüllt wird. Die übrigen Karten kommen ganz aus dem Spiel und sorgen so für eine Unbekannte. Denn es geht nun darum, die Karte mit dem zweithöchsten Wert zu legen. In der ersten Bietrunde geschieht dies verdeckt, danach beginnend mit dem jeweilig siegreichen Spieler offen. Die Karte mit dem zweithöchsten Wert darf der Spieler nun auf der Hühnerleiter platzieren. Oben gibt es mehr Punkte als unten, aber im Laufe des Spiels können weitere Hühner dieser Karte den Rang streitig machen und sie nach unten schieben. Pro verlorenen Platz muss der betroffene Spieler einen seiner 20 Punktechips abgeben. Am Spielende gibt es für die Platzierung auf der Leiter und übrige Chips Punkte, von denen für Karten Punkte abgezogen werden, die von der Leiter in den Sand durchgereicht werden.

Zwar hat man beim Bieten begrenzte taktische Möglichkeiten, doch will aufgrund des vielen Platzes auf der Leiter kein echter Verdrängungswettkampf stattfinden. Im Gegenteil: Es gibt nur ein paar Verschiebungen, einige Plätze bleiben vielleicht sogar frei. Jeder Sprossenverlust bedeutet Minuspunkte, deshalb versuchen alle, die Hühner nicht zu hoch anzusetzen. Bei schlechter Kartenverteilung hat man kaum Chancen, überhaupt Hühner zu platzieren. Was wiederum für die Punktewertung sogar vorteilhaft gegenüber einem Spieler sein kann, der viele Sprossen verliert. Die nach dem Geben fehlenden Karten bringen ein gewisses unkalkulierbares Risiko mit sich, Spannung kommt deshalb aber nicht auf.

Eine kurze Spieldauer und einfache Regeln. Also, ein gutes Spiel? Hennen Rennen kann man spielen und wird dann auch nicht gerade vor Langeweile einschlafen, aber Spielspaß? Weitestgehend Fehlanzeige. Ein geradezu belangloses Spiel. Hennen Rennen funktioniert. Aber viel mehr auch nicht. Nur die Karten sind wirklich ganz hervorragend illustriert. Nach aufsteigender Wertigkeit der Karten ist die "Entwicklung" vom Ei bis zum stolzen Hahn zu bewundern. Aber das Spiel selbst wird dadurch kaum besser.

Spieleinfo

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2004
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