Just In Time

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 05.06.2013
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Just In Time von Ravensburger

Man nehme eine große Portion Ubongo, füge ein Prise Tetris oder Fits hinzu und schmecke alles noch mit den einen oder anderen Zutaten aus anderen Spielen ab. Zuletzt schüttelt man das Ganze schön kräftig durch und erhält so einen neuen und hoffentlich leckeren Cocktail, der sich Just in Time nennt. Jedoch, schmeckt diese Kreation auch wirklich? Spätestens nach den ersten Schlückchen steht fest – es mundet, ja schmeckt sogar, die Mischung funktioniert, und zwar verdammt gut.

Doch worum geht’s in Just in Time überhaupt? Alle Spieler nehmen sich die jeweils gleiche Ablagetafel und die identischen Spielsteine zur Hand. Dann wird gleichzeitig losgelegt, und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Jeder Spieler versucht, seine Spielsteine schneller als die anderen auf seiner Legetafel abzulegen, bzw. gewinnbringend unterzubringen. Anders als in Ubongo gilt es, bei Just in Time an den Stellen, welche Zahlen aufweisen, Lücken zu lassen. Viele Siegpunkte gibt es, wenn die frei gelassenen Felder auch möglichst hohe Zahlen zeigen. Diese Zahlen bringen die wichtigen Siegpunkte bei diesem Legespiel. Also los! Legen, schieben, drehen, umdrehen – alles ist möglich. Wichtig ist nur, dass dabei kein Stein aus der Legetafel hinausragt. Wem es als erstes gelingt, alle seine Steine auf der Legetafel unterzubringen, ruft laut die Summe seiner sichtbaren Zahlen und dreht dann gleichzeitig die Sanduhr um. Dadurch wird für die übrigen Mitspieler der Countdown bis zum Rundenende eingeläutet. Alle anderen Spieler haben nun noch Zeit, bzw. die Möglichkeit, ihre Steine eben noch "Just in Time" auf der Legetafel unterzubringen. Nach zehn Runden, bzw. zehn Legetafeln, ist Schluss, und wer am Ende auf der Punkteleiste vorne ist, hat gewonnen.

Die Mischung macht’s, und die ist im Falle von Just in Time wirklich gelungen. Es macht einfach Spaß, zu knobeln, möglichst geschickt die Steine auf dem Tableau unterzukriegen und sich dabei gleichzeitig auch noch im Wettstreit mit den Mitspielern zu messen. Das Ganze ist gut durchdacht, die Komponenten greifen gut ineinander, und zusätzliche Spieloptionen, welche den abgeschlagenen Spielern zugutekommen, sorgen noch dafür, dass das Spiel auch wirklich bis zum Ende spannend bleibt.

Hört sich alles gut an, von dem her ist der oben genannte Just-in-Time-Cocktail perfekt gelungen? Nicht ganz! Beim Spielmaterial hat Ravensburger den Rotstift wohl ein wenig überstrapaziert. Die Anleitung und die Spielsteine gehen in Ordnung, hier gibt’s nicht zu bemängeln. Jedoch sind die Ablage- und Aufgabenkarten sowie die Zählleiste viel zu dünn geraten. Nicht dicker als normale Postkarten, dies ist für den Ravensburger Spieleverlag schon sehr ungewöhnlich – da ist man besseres gewöhnt. Trotzdem kann man darüber hinwegsehen, denn Just in Time ist und bleibt auch so ein gelungenes Spiel, das frischen Wind in das Genre bringt.

Sind grad mal keine weiteren Mitspieler zur Hand, man kann Just in Time auch allein spielen … Naja, wem’s gefällt. Ansonsten funktioniert das Spiel mit jeder anderen Spielerzahl wirklich sehr gut und bereitet den Spielern auch eine Menge Freude. Einfach zu spielen, schnell erklärt und der Spielspaß stimmt, somit gilt als Fazit - Just in Time hat sich ein Platz im heimischen Spieleregal verdient und kann den Spielern auch sehr gut empfohlen werden.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30 - 45
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
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