Keine Panik

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.10.2005
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Keine Panik von Reich der Spiele

Ein Wissensquiz für zwei bis zwölf Spieler und auch noch familientauglich - das hört sich ja fast schon nach dem Ei des Kolumbus an. Schauen wir mal, ob das wirklich was ist.

Auf jeder der 110 Fragekarten stehen abgestuft nach Schwierigkeitsgraden vier verschiedene Fragen. Auf diese Weise sollen jüngere und ältere Mitspieler gleiche Chancen haben. Zu Beginn des Spieles wird für jeden Spieler der Schwierigkeitsgrad bestimmt, in dem er spielen muss. Wie dies geschehen soll, darüber schweigt sich die Spielregel leider aus.

Zn Beginn werden die Karten gut gemischt und verdeckt bereit gelegt. Für die Wertung liegt dem Spiel ein Timer bei, der gnadenlos nach unten zählt, es muss also wieder einmal unter Zeitdruck gearbeitet werden. Wer an der Reihe ist, stellt den Timer auf zehn, dreht eine Karte um und setzt den Timer in Bewegung. In der ersten Runde kommt es jetzt darauf an, möglichst schnell drei Antworten auf die Frage in der gewählten Schwierigkeitsstufe zu geben. Sobald die dritte Antwort vorliegt, wird der Timer gestoppt. Die Zahl, auf die der Timer jetzt zeigt, gibt die erreichte Punktzahl an. Je schneller geantwortet wird, desto mehr Punkte gibt es. In der zweiten Runde wird es dann gleich noch etwas schwieriger. Jetzt müssen vier Antworten gegeben werden, bevor der Timer gestoppt werden kann. Von Runde zu Runde steigt die Anzahl der geforderten Antworten um eine. Nach fünf Runden (Anzahl der geforderten Antworten ist dann sieben) ist das Spiel zu Ende und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Keine Panik ist schell erklärt und schnell gespielt. Es leidet wie so manches Quizspiel darunter, dass die Spieler mit der Frage, ob eine Antwort gültig ist, alleine gelassen werden. Der Spielfluss leidet schon sehr, wenn ein Mitspieler zum Beispiel überprüfen will, ob alle sieben genannten Schriftsteller wirklich aus dem 19. Jahrhundert sind. Ärgerlich ist es natürlich auch, wem einem in der letzten Runde nach sechs bekannten Theologen partout kein siebter einfällt. Dann ist halt leider nach 42 Sekunden (so lange läuft der Timer) bei null Punkten Schluss.

Die Idee mit den verschiedenen Schwierigkeitsstufen ist nicht schlecht, führt aber in der Umsetzung dazu, dass es keine Interaktionen zwischen den Spielern gibt. Mit 110 Fragen für jede Schwierigkeitsstufe ist das Spiel ein bisschen dünn ausgestattet, für ein dauerhafteres Spielvergnügen hätte man sich doch etwas mehr Karten gewünscht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 12
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
40
Jahrgang: 
2004
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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