Key West

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 14.08.2011
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Key West von Reich der Spiele

Die Keys in Florida: Die einen träumen von einem schönen Urlaub und die anderen, in diesem Fall die Spieler, träumen davon, auf den Keys reich zu werden. Der Spielplan umfasst die Upper, Middle und Lower Keys, die zu Spielbeginn noch nicht mit dem Festland verbunden sind. Dies ist für die meisten Spielbereiche von Key West nicht von Belang, für die Hotels ist es jedoch nicht gut, bleiben doch die Besucher aus, sodass man die Hotels erst sinnvoll nutzen kann, wenn die entsprechende Insel an das Festland angebunden ist.

Die Spieler können sich in Key West aussuchen, auf welchem Weg sie zum größten Reichtum kommen. Man kann Brücken bauchen, Obst anbauen, Tabak züchten und zu Zigarren verarbeiten, beim Tauchen in Schiffswracks wertvolle Schätze heben oder sein Geld mit Hotels machen. Dabei gilt wie üblich: Am besten fährt man, wenn man sich auf Dinge konzentriert, die die anderen Spieler außer Acht lassen.

Das Spielverläuft in Spielrunden, die jeweils aus zwei Phasen bestehen. In der ersten Phase werden Spielplättchen versteigert. Dabei bieten alle Spieler geheim einen Betrag, wobei nur der Höchstbietende einen Teil seines gebotenen Betrages verliert, alle anderen Spieler behalten ihr Geld, bekommen aber auch etwas vom Kuchen ab. Der erste Spieler kann sich aus den ausliegenden sechs Spielplättchen zwei auswählen, die restlichen Spieler bekommen je nach Spieleranzahl entweder ein Plättchen oder Geld. Der letzte Spieler bekommt sein gesetztes Geld zurück und zusätzlich den gleichen Betrag vom Höchstbietenden ausgezahlt. Dadurch haben alle bei der Versteigerung etwas bekommen, wobei Geld alleine aber nicht glücklich macht. Man benötigt auch die ersteigerten Spielplättchen. Diese ermöglichen den Bau von Brücken oder Plantagen und erhöhen die Anzahl der Tauchgänge und Schatzhebungen beim Tauchen.

In der zweiten Phase werden je Spielrunde zwei Aktionen durchgeführt. Hier wird ein raffinierter Spielmechanismus verwenden, der verhindert, dass man immer die gleichen Aktionen durchführt. Jeder Spieler hat sechs Aktionsmarker, von denen er innerhalb von drei Spielrunden je zwei einsetzt. Diese dürfen aber nicht auf die gleiche Aktion gesetzt werden. Erst nach drei Spielrunden bekommt man seine Marker zurück und kann wieder frei aus den Aktionen auswählen. Einzige Ausnahme ist das Aktionswiederholungsfeld, mit dem man einmalig die gleiche Aktion noch einmal ausführen kann, dafür aber beide Spielmarker der Runde einsetzen muss, also eine Aktion verfallen lassen muss. Mit den Aktionen kann man tauchen, Hotels bauen, Hotels bauen und Einnahmen aus den Hotels kassieren, Tabakfabriken bauen und Zigarren herstellen, Tabakfabriken bauen und Zigarren verkaufen, Zigarren herstellen und 8 Dollar einnehmen, Anteile am Brückenbau werten oder Plantagen abernten. In den Zwischenwertungen gibt es Punkte für die meisten Fabriken/Plantagen/Hotels auf den einzelnen Inselgruppen. Bei Spielende gibt es Punkte für die geernteten Früchte, die gehobenen Schätze und die besten Hotels.

Key West ist ein typisches Biet- und Aktionsspiels, das mit einem interessanten Versteigerungsmechanismus und einigen netten Spielaktionen punkten kann. Das Spielmaterial ist ansprechend und einprägsam gestaltet und die Spielregeln sind kurz und anschaulich geschrieben. Es kann aber vorkommen, dass man am Ende das Spiel gewonnen hat und überhaupt nicht genau weiß, wie man das geschafft hat. Es gibt viele verschiedene Strategien, um an Siegpunkte heranzukommen, am erfolgreichsten scheint es aber zu sein, etwas anderes zu machen als die Mitspieler.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Fotos
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