Kleine Magier

eine Spielerezension von Frank Riemenschneider - 10.10.2010
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Kleine Magier von Haba

Vor den Stadtmauern von Simsalbim versammeln sich die kleinen Magier um die Zauberaufgaben von Merlin zu lösen. Die haben es in sich. Wenn zwischendurch die Sternenzahnräder gedreht werden, wird es ganz schön unruhig.

Der Spielplan ist für sich eine Beschreibung wert. In der Mitte, auf einer grünen Wiese, werden die drei Zahnräder in vorgestanzte Löcher gesetzt. Wenn sich eins dreht, drehen sich die anderen mit. Am Spielbrettrand entlang, ist eine Laufbahn mit Tiersymbolen, die der große Zauberer Merlin entlang schreitet. Auf jedem der Zahnräder sind drei Vertiefungen zu sehen. Da hinein kommen Pappchips, auf denen die verschiedenen Tiere der Laufbahn abgebildet sind. Damit sich die Kinder diesen Umstand besser einprägen können, wird reihum ein Chip genommen, das Tier benannt und auf ein Zahnrad gelegt. Damit es nicht zu einfach wird, kommt noch ein Zauberhut darüber – Fertig ist die Zauberaufgabe.

Ein Würfel kommt zum Vorschein, auf ihm sind zwei oder drei Punkte, und (auf zwei Seiten) Merlins mächtiges Zaubersymbol abgebildet. Ein Zauberstab wird bereit gelegt. Gehen wir nach dem Würfelwurf vom günstigsten Fall aus. Merlin geht zwei Schritte und bleibt auf dem Feld der Schneeeule stehen. Mit dem Zauberstab bewaffnet, muss der Spieler erst einen Zauberspruch zum Besten geben, um anschließend mit dem Stab an der Zaubermütze entlang zu fahren. Ein Magnet in der Hutspitze reagiert wie von Zauberhand und bleibt an dem Zauberstab hängen. Ein Stern ist die Belohnung, wenn das gesuchte Tier sich unter dem Hut befindet. Anschließend wird die Magiermütze wieder auf das Plättchen gestellt und der Würfel wird weitergereicht. Weitergereicht wird er auch, wenn sich statt der gesuchten Schneeeule eine Fledermaus unter dem Hut versteckt gehalten hätte.

Das Zaubersymbol auf dem Würfel ist ein mächtiges Artefakt, welches … Um es einfach auszudrücken, man muss dann am Zahnrad drehen. Unangenehmer Nebeneffekt, alle drei Zahnräder bewegen sich und sämtliche Tiere sind an einer neuen Stelle zu finden – Schade und ärgerlich für den Spieler, der es schafft, immer wenn er dran ist, nur so ein Symbol zu würfeln. Fortuna kann so gemein sein.  Wenn der große Merlin das Zielfeld erreicht hat, werden die gesammelten Sterne gestapelt und verglichen (spart das zählen). Der Spieler mit dem höchsten Turm, gewinnt.

Im Grundspiel sind auf jedem Zahnrad Hüte mit verschieden farbigen Spitzen zu finden. Clevere Spieler merken sich also nur, unter welcher Farbe, verbirgt sich welches Tier. Da können sich die Zahnräder wie doof drehten, das juckt mich als Spieler dann überhaupt nicht mehr. Die Meistermagiervariante nimmt sich diesen Spielern aber gerne an: Einfarbige Zahnräder machen das Leben eines kleinen Magiers nicht einfacher, aber spannender, wenn man das Spiel mittlerweile im Griff hat. Die Handhabung des Zauberstabs ist auch eine total coole Sache, wenn man die Zauberei beherrscht. Durch penetrantes klopfen auf die Hutspitze ist nämlich kein Zauber zu machen. Erst der gekonnte Schwung mit dem Utensil, von unten nach oben, löst den Zauber aus. Materialfehler, wie einige Eltern gerufen haben, lass ich da nicht gelten. Beratungsresistenz passt da eher. Probleme machte das Material nämlich an ganz anderer Stelle, aber hier hat ein neuer Plan mittlerweile Abhilfe geschaffen und die Zahnräder bleiben jetzt in der Spur.

Wenn Kinder an Merk- und Memospielen Spaß haben, dann sollte Kleine Magier zur Grundausstattung der häuslichen Kinderspielesammlung gehören. Das Thema Magier ist in diesem Spiel gut umgesetzt worden. Dazu eine angenehme Spieldauer, die man von so einem Spiel nicht erwartet. Das schöne Spielmaterial rundet den guten Eindruck von Kleine Magier ab.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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