König der Maulwürfel

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.10.2005
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König der Maulwürfel von Zoch Verlag

Der Zoch Verlag ist immer wieder gut für neue Spielideen, die häufig etwas mit Geschicklichkeit zu tun haben. Diesmal sind es verschiedene Würfel, die es geschickt über einen vorher festgelegten Parcours zu lenken gilt. Das Würfelergebnis spielt dabei in der Basisversion - ganz entgegen sonstigen Gewohnheiten - keine Rolle.

Bevor das Rennen losgehen kann, wählt sich jeder eine Farbe und baut aus den Teilen dieser Farbe seinen Maulwürfel zusammen. So ein Maulwürfel besteht aus einem Turm, einem Gesicht und einem Hut und natürlich einem Würfel, der hinter dem Hut platziert wird. Dabei kommen je nach Farbe verschiedene Würfel zum Einsatz (vierseitige, sechsseitige, zehnseitige und zwölfseitige). Außerdem hat jeder Spieler noch einen Blocker, die wie die Türme unterschiedlich groß sind. Während die Maulwürfler schon ungeduldig am Start stehen, muss noch die Rennstrecke aufgebaut werden. Das Start-Ziel-Tor wird zusammengesteckt und die Hindernisse (vier Halbkugeln in drei unterschiedlichen Größen) werden nach Belieben auf der möglichst glatten Spielfläche verteilt.

Jetzt kann es endlich losgehen. Das Rennen wird von dem Maulwürfel mit der niedrigsten Startnummer eröffnet (das ist der gelbe Maulwürfel mit dem vierseitigen Würfel). Zuerst wird der Blocker, mit dem man die Rollrichtung des Würfels beeinflussen kann, positioniert. Anschließend zieht man den Hut des Maulwürfels nach oben. Durch das jetzt geöffnete Maul rollt der Würfel auf die Rennstrecke hinunter. Der Turm darf nun bis zum Würfel vorrücken und wird dort schon für den nächsten Zug ausgerichtet. Der Hut wird wieder in den Turm gesteckt, der Würfel dahinter abgelegt und der Blocker von der Rennstrecke entfernt. Schon kann der Würfel des nächsten Maulwürflers rollen. Wer als erster alle Hindernisse korrekt umrundet hat, darf sich König der Maulwürfel nennen.

Neben diesem recht einfach gestrickten Rennen gibt es noch eine Profiversion des Spiels für ältere Kinder (ab zehn Jahren). Bei dieser Variante können die Spieler ihre Spielausstattung selbst zusammenstellen (bis auf die Würfel, die sinnigerweise mit dem farblich passenden Hut gewählt werden müssen - ist in der Regel allerdings nicht erwähnt). Der Reihe nach sucht sich dazu jeder aus jeder Baugruppe ein Teil und baut daraus seinen Maulwürfler zusammen. Außerdem bringen jetzt Aktionskarten ordentlich Pfeffer ins Spiel. Bei diesem Rennen spielen die Zahlen auf dem Hut des Maulwürfels auch eine Rolle, der Maulwürfel darf sich jetzt nämlich nur noch vorwärts bewegen, wenn das Würfelergebnis in dem Bereich liegt, der auf dem Hut angegeben ist.

Die Basisversion dieses Spiels ist ein einfaches Rennen, bei dem man sich fragen kann, ob der große Materialaufwand und die Simplizität des Spiels in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Die Profiversion machte den Kindern viel Spaß, wenn auch die richtige Handhabung des Maulwürflers nicht immer ganz einfach war.

Die Materialgüte entspricht leider nicht ganz dem, was man vom Zoch Verlag kennt. Die Gesichter zeigen bereits nach dem ersten Einsatz leichte Gebrauchsspuren, die sich bei weiteren Spielen schnell verstärken.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2002
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Mehr zum Spiel
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