König Fridolin

eine Spielerezension von Frank Riemenschneider - 31.12.2006
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König Fridolin von Reich der Spiele

Wisst ihr wie schwer eine Krone aus echtem Gold ist? König Fridolin blickte in die Runde seiner Untertanen. Keiner mochte ihm antworten. Die Langeweile beim Regieren quälte ihn schon lange und der Kopf dröhnte vom Gewicht der Krone. In Gedanken sann der König nach einer Lösung und erfand für sich eine Krone aus Holz, in deren hohlen Kronenzacken farbige Holzstifte versteckt werden konnten. Gemacht getan, immer wenn den König die depressive Langeweile bei seinen Regierungsgeschäften übermannte, nahm er schwer seufzend die Krone ab und bat einige seiner Untertanen zum Spiel. Der Sieger durfte danach für den Rest des Tages das Königreich regieren, und der König hatte, sofern er nicht selber das Spiel für sich entschied, einen freien Tag.

Zwei bis sechs junge Spieler versammeln sich um die Krone. Zwei Farbwürfel geben die gesuchten Stäbe vor. Wer am Zug ist kann sich aussuchen, entweder einen Zacken aus der Krone zu nehmen und für alle sichtbar anzusehen, welche Farbe sich innen verbirgt, oder er kontrolliert ein vom Gegenspieler erbeutetes Kronenstück, oder er schaut einfach unter seiner eigenen Reihe nach. Das erlaubt auch Sicherheitszüge um - in der Hoffnung auf bessere Farben - sich zum nächsten Würfeln zu retten. Mit den Würfeln übereinstimmende Farben werden mit dem Kronenzylinder verdeckt vor sich abgelegt. Bei zwei richtig gefundenen Farben darf der aktuelle Spieler weiterwürfeln. Wird nur eine oder gar keine richtige Farbe gefunden, darf der nächste Spieler sein Glück versuchen. Wenn der Krone die Zacken ausgehen, wird abgerechnet. Regierungschef ist der Spieler, der die meisten Farbstifte vorweisen kann.

Durch die verschiedenen Suchmöglichkeiten mit Ärgerfaktor bietet König Fridolin einen großen Spielreiz, der auch nach etlichen Partien nicht nachlässt. Der Spielverlauf ist - egal wie viele Spieler mit von der Partie sind - flüssig. Das Spielmaterial aus Holz lässt nichts zu wünschen übrig und die Regeln sind einfach zu behalten. Irritiertrend wird von Erwachsenen das Schachtelcover empfunden. Es wird wegen der „komischen“ Farbgestaltung – die an die blassen Farben aus tschechischen Fernsehmärchen erinnern - als abschreckend empfunden. Bloß, Kinder sind gerade von dieser Art der Covergestaltung angetan und finden sie außergewöhnlich schön. Da scheint es wohl eine unterschiedliche Wahrnehmung zwischen den Generationen zu geben.


 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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