Lascaux

eine Spielerezension von Beate und Hans Schmidt - 29.02.2008
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Lascaux von Reich der Spiele

Alle Spieler versuchen, an in der Tischmitte ausliegende Karten zu gelangen. Jede Karte zeigt ein Tier und Symbole in zwei Farben. Vor jeder Runde werden so viele Karten ausgelegt, dass entweder jeder Farbe oder mindestens sieben Karten ausliegen.

Zu Beginn jeder Runde muss sich jeder Spieler für eine Farbe entscheiden. Den Marker dieser Farbe legt er verdeckt vor sich ab. Anschließend bietet man darum, möglichst spät auszusteigen, indem reihum man jeweils einen seiner Steine in die Tischmitte legt. Sobald ein Spieler keinen Stein mehr abgeben möchte (oder kann), legt er seinen Farb-Marker in die Tischmitte und nimmt sich die dort befindlichen Steine, die die anderen Spieler bisher dorthin gelegt haben. Für die anderen Spieler läuft die Bietrunde weiter, der nächste der aussteigt, legt seinen Marker auf den des ersten „Aussteigers“. Dies geht so lange so weiter, bis nur noch ein Spieler übrig ist. Dieser legt seinen Farbmarker als letzten auf den Stapel.

Vom Chip-Stapel wird der oberste aufgedeckt. Der Spieler, dem dieser gehört, erhält alle Tierkarten, auf denen die jeweilige Farbe vorhanden ist. Danach der Eigentümer des nächsten Chips alle jeweiligen Tiere und so weiter. Je weiter unten der ein Chip liegt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, Tierkarten zu bekommen.

Für die Wertung kommt es darauf an, möglichst viele Tiere einer Art zu besitzen. Man bekommt nämlich nur für die Tierarten Punkte, von denen man die Mehrheit (oder mindestens gleich viele wie ein anderer Spieler) an Karten hat. Der die meisten hat, erhält so viele Punkte wie er Tiere erspielen konnte. Dazu kommt noch ein Punkt für jeweils sechs Steine.

Bei Lascaux kommt es also auf den richtigen Zeitpunkt zum Aussteigen aus der Bietrunde an. Man kann schon wegen eines mit Sicherheit zu erwartenden „Steinemangels“ nicht bei allen Runden bis zum Schluss mitmischen. Für den richtigen Zeitpunkt des Aussteigens sollte man seine Mitspieler möglichst gut einschätzen können. Oft ist es besser, eine vermeintlich nicht so begehrte Farbe zu wählen, um dann wenigstens sicher diese Karten zu bekommen, ohne bis zum Schluss mitbieten zu müssen. Aber wenn andere Spieler genauso denken? „Ich denke, Du denkst, dass ich denke …“ Außerdem sind die Tiere auf Grund der Wertungsregel für die Spieler unterschiedlich wertvoll.

Das Material ist schön und passt sehr gut zum Spielthema, allerdings sind dadurch die Tiere etwas schwer zu unterscheiden. Dafür kann Lascaux weitgehend aus dem Bauch heraus gespielt werde. Es ist nicht wirklich planbar, welche Karten man unbedingt gewinnen möchte. Glück spielt hinsichtlich der Kartenauslage eine nicht geringe Rolle. Gut ist es natürlich, wenn man immer „flüssig“ ist, damit man nicht bei besonders attraktiven Kartenauslagen zu früh aussteigen muss. Der Überraschungseffekt beim Aufdecken der Farbmarker ist oft ganz schön groß … „Waaaas, Du hast diese Farbe gelegt, hätte ich ja nie gedacht." – "Ja, deshalb!“ Also: ein schönes, lockeres Spiel für Spielerunden, die nicht gerne länger über Züge grübeln, aber Spaß daran haben, die Mitspieler einzuschätzen und manchmal auch zu verblüffen.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
25
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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