Master Labyrinth

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 29.02.2008
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Master Labyrinth von Reich der Spiele

Das ver-rückte Labyrinth – inzwischen schon kräftig in die Jahre gekommen – ist vielen Spielern in guter Erinnerung. Das Plättchen-Schieben hat Spaß gemacht und so weckt der Karton des Master Labyrinth Erwartungen. Der Spielplan hat sich auf den ersten Blick - von der düsteren Farbgebung einmal abgesehen - nicht wesentlich geändert, einige feste Plättchen und viele verschiebbare. Neu hinzugekommen ist ein Drache, der über dem mittleren Spielfeld thront und zwei Wächter, die in den unterirdischen Gängen unterwegs sind. Außerdem gibt es noch Schatzkarten, die in der richtigen Kombination mit einem Schatz Extrapunkte einbringen.

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind (Drache sitzt auf seinem Hort, die beiden Wächter sind an ihrem Platz, die Schätze sind ausgelegt und die Schatzkarten verteilt, Abenteurer stehen in Startposition), beginnt der am abenteuerlichsten aussehende Spieler - was auch immer das heißen mag – das Spiel. Er schiebt an einem der zwölf Pfeile am Spielfeldrand (drei Pfeile auf jeder Seite des Spielbretts) die überzählige Gänge-Karte ein. Dadurch verschiebt sich das Labyrinth. Als nächstes darf der Spieler seinen Abenteurer ziehen, sofern dessen Ausgangspunkt mit einem Gangsystem verbunden ist. Erreicht der Abenteurer dabei einen Schatz, der die kleinste noch auf dem Spielplan vorhandene Zahl trägt, darf er diesen an sich nehmen. Hat er jetzt auch noch eine Schatzkarte mit derselben Zahl, so kann er diese ausspielen und fünf Punkte Bonus einkassieren.

Statt einen Bonus zu kassieren, kann man mit den Schatzkarten auch die Chancen im Drachenduell erhöhen. Immer wenn ein Schatz gehoben wird, kommt es nämlich zu einem Drachenduell. Dazu wird mit dem Drachenwürfel gewürfelt. Zeigt dieser ein bis vier Pfeile, dreht sich der Drache entsprechend weit in seinem Hort. Das Gängesystem, in das er anschließend schaut, ist bedroht. Stehen ein oder mehrere Abenteurer in diesem Gang, so muss der, der dem Drachen am nächsten steht, ein Duell mit ihm austragen. Dazu wird gewürfelt. Bei eins bis drei verliert der Spieler einen Schatz (bei Einsatz einer Schatzkarte darf noch einmal gewürfelt werden), bei vier bis sechs gewinnt er das Duell und es passiert nichts. Wird mit dem Drachenwürfel ein Wächter gewürfelt, so sind Abenteurer bedroht, die sich in dem Gangsystem befinden, in dem der Wächter patrouilliert.

Sobald der letzte Schatz gehoben ist, kommt es zum Schlussduell mit dem Drachen. Wer dieses Duell gewinnt, erhält 15 Extrapunkte. Schnell noch alle Punkte zählen, der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt.

Das ver-rückte Labyrinth hat ein gutes Spielsystem und das Plättchenschieben macht nach wie vor Spaß. Ob man den Drachen mit seinen Wächtern unbedingt auch noch dazu benötigt ist sicherlich Ansichtssache. In unserer Spielerunde haben wir die Drachenduelle nach jeder Schatzhebung eher als störend empfunden. Das Spiel zieht sich dadurch unnötig in die Länge. Durch die offen liegenden Schatzkarten wird das Spiel etwas taktischer, dafür fehlt das Spannungsmoment, das bei geheimen Schätzen ins Spiel kommt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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