Mord im Arosa

eine Spielerezension von Anita Borchers - 14.05.2011
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Mord im Arosa von Reich der Spiele

Eines Nachts geschieht ein Mord im Arosa, einem Hotel in Essen nahe der berühmten Spiele-Messe gelegen. Die Hotelgäste sind erschüttert. Jeder hat etwas gehört, aber keiner etwas gesehen. Auf jeder Etage haben die Hotelgäste Spuren hinterlassen – einige werden entdeckt, andere werden diskret verwischt. Doch wer ist der Mörder, wer hat den Mord im Arosa begangen? Die Beweislast wird ihn letztendlich überführen.

Zu Beginn wird der mächtige Hotelturm mit acht Stockwerken (Erdgeschoss bis siebter Stock) aufgebaut. Die Stockwerke haben nach oben jeweils ein kleine Öffnung. Durch die Öffnung der siebten Etage werden zu Beginn des Spieles zwei Opfersteine und von jedem Spieler zwei Steine (Spuren) geworfen. Nun beginnt das Spiel. Zuerst müssen die beiden Opfer gefunden werden. Wer gut hingehört hat, kann die in Frage kommende Etage vielleicht schneller finden.

Nacheinander schauen die Spieler in eine Etage ihrer Wahl, auf der Suche nach den beiden Opfern. Finden sie ein Opfer, kommt dieses auf die entsprechende Etage des Ermittlungsbogens, alle anderen Steine werden wieder durch das Dachgeschoss in den Turm geworfen. Finden sie kein Opfer, werden ebenfalls alle gefundenen Steine wieder hineingeworfen, zusätzlich folgt jedoch ein weiterer eigener Stein, eine eigene Spur, wegen schlampiger Ermittlung. Nachdem beide Opfer gefunden wurden, beginnt der zweite Teil des Spieles – den Mörder ermitteln.

Alle Mitspieler sind verdächtigt, den Mord im Arosa begangen zu haben. So haben sie ein Interesse daran, ihre eigenen Spuren zu verwischen und den Mord lieber den anderen in die Schuhe zu schieben. Nacheinander öffnen die Spieler weiterhin ein Stockwerk ihrer Wahl. Sie sagen vorher jeweils an, wessen Spuren sie dort vermuten. Liegen in dieser Etage Steinchen des/der genannten Spieler(s), werden von diesem Spieler die gleiche Anzahl an Steinchen aus dessen Vorrat auf den Ermittlungsbogen gelegt. Alle gefundenen Steinchen werden wieder im Dachgeschoss eingeworfen. Finden sich dort nicht von jedem genannten Spieler Steinchen, wandert wieder jeweils ein eigener Stein wegen schlampiger Ermittlung in den Turm.

So füllt sich nach und nach der Ermittlungsbogen und auch der Turm. Höchste Zeit, die eigenen Spuren zu beseitigen. Das funktioniert wie der bisherige Ablauf. Je gefundenem eigenen Stein entfernt man einen entsprechenden Stein vom Ermittlungsbogen der gleichen Etage und verwischt somit seine Spuren. Dies ist auch dringen notwendig, denn wenn sich zehn oder mehr Spuren eines Spielers auf dem Ermittlungsbogen befinden oder man keine Steinchen mehr im eigenen Vorrat hat, endet das Spiel. Dann wird abgerechnet. Für Steinchen auf der Mordetage gibt es drei Verdachtspunkte, für benachbarte Etagen zwei und auf allen anderen Etagen noch einen Verdachtspunkt. Der Spieler, der die meisten Verdachtspunkte auf sich vereint ist der Mörder.

Mord im Arosa ist ein interessantes Spiel, da es sich sowohl aufgrund seines „Spielbretts“ als auch wegen seiner Spielidee mit der akustischen Komponente aus der Masse hervorhebt. Positiv hinzu kommt, dass es trotz – oder gerade wegen – seiner einfachen Regeln einen hohen Spaßfaktor garantiert. Auch weniger Spielerfahrenen sei Mord im Arosa ans Herz gelegt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
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