Nacht der magischen Schatten

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 05.06.2013
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Nacht der magischen Schatten von Haba

Einmal im Jahr treffen sich die magischen Wesen des Zauberwaldes und feiern ein großes Fest. Wer würde da nicht gern Mäuschen spielen um zu sehen, wer alles dabei ist? Doch im Dunste der Nacht sind nur Umrisse zu erkennen, also schau genau hin und merk dir gut, wessen Schatten um das Feuer huschen.

Nacht der magischen Schatten besteht aus einem Schattentheater, dreizehn Schattenfiguren aus Holz und den dazugehörigen Kärtchen, welche die Zauberwesen zeigen. Um die Identifizierung zu erleichtern, sind die Konturen der Schattenfiguren ebenfalls auf den Kärtchen abgebildet. Wer sich unsicher ist, kann die Figuren auf das Kärtchen legen um zu überprüfen, ob es auch wirklich die richtige ist. Im Laufe einer Partie Nacht der magischen Schatten wechseln sich die Spieler ab, einer übernimmt die Rolle des Schattenspielers, die anderen sind Zuschauer.

Wer gerade Herr über das Schattentheater ist, sucht sich sieben Holzfiguren aus, die er auf der Drehscheibe des Lichtspieltheaters platziert. Anschließend legt er die dazugehörigen Kärtchen und je nach Spielerzahl und Variante eine bestimmte Anzahl an Kärtchen von nicht mittanzenden Figuren vor dem Spiel ab. Und schon kann der Tanz von Nacht der magischen Schatten beginnen. Auf „Eins zwei drei … wer tanzt vorbei?“ schaltet er die Taschenlampe hinter dem Spiel ein und lässt die Figuren vorbeitanzen. Die Zuschauer müssen genau aufpassen und anschließend die Kärtchen der magischen Wesen finden, die nicht dabei waren. Je nach Spielvariante von Nacht der magischen Schatten machen sie das alle gleichzeitig, oder schön geordnet nacheinander. Für jedes richtiges Kärtchen darf die eigene Spielfigur auf dem Weg vor der Schattenbox ein Feld vorziehen, für falsche Kärtchen geht es zurück. Dafür darf der Schattenspieler für jede falsche Karte und für jedes nicht gefundene Zauberwesen ein Feld vorrücken. Sieger bei dem Kinderspiel ist, wer zuerst das letzte Feld erreicht.

Wem das zu einfach wird, der kann auf die Memory-Variante von Nacht der magischen Schatten umsteigen. Hier muss man sich die Karten mit den Zauberwesen vor jeder Runde gut einprägen, da sie vor Beginn des Schattentanzes umgedreht werden.

Ein Schattenkabinett in ein Brettspiel einzubauen, ist doch mal recht innovativ. Und wie bei Haba üblich ist das Material robust und liebevoll gestaltet. Allerdings bedarf es einer gewissen Einspielzeit, um mit den Schatten der Figuren vertraut zu werden. Während man Katze, Drache und Rabe super erkennt, sehen einige Wesen im Umriss deutlich anders aus, als auf dem Bild. So sieht der Schatten der Elfen beispielsweise aus wie eine Maus mit Kiepe. Das macht es gerade jüngeren Kindern anfangs etwas schwer, weswegen Nacht der magischen Schatten zuerst eher auf Ablehnung stößt, was sich jedoch nach einigen Partien legt. Die Rolle als Schattenspieler hingegen begeistert die Kleinen von Anfang an. Aus den vielen Varianten kann man sich die geeignete raussuchen, ob kurze Spielzeit für Ungeduldige, gleichzeitiges zuschnappen für mehr Konkurrenz oder die Memory-Variante für Profis als absolute Königsklasse.

Nacht der magischen Schatten ist ein wirklich einzigartiges Kinderspiel, das gerade wenn die Tage kürzer werden eine zauberhafte Atmosphäre in die Kinderzimmern bringt. Allerdings braucht dieses Spiel etwas Zeit, um die Kinderherzen zu erobern.

Wertung: 
Bewertung gut
Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4 - 99
Spieldauer (Minuten): 
15 - 20
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
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