Packeis am Pol

eine Spielerezension von Tanja Koch - 31.12.2006
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Packeis am Pol von Reich der Spiele

Hungrige Vögel gibt es nicht nur am Bratwurmstand von Heckmeck am Bratwurmeck, sondern auch in den kühleren Regionen der Erde, nämlich am Pol. Hier streiten hungrige Pinguine um die besten Fische. Doch anders als bei den Hühnern am Bratwurmstand entscheidet hier nicht das Würfelglück darüber, wer mit knurrendem Magen nach Hause geht. Vielmehr ist Taktik gefragt, um beim Wettfuttern den Schnabel vorn zu haben.

Das Spielfeld besteht aus 60 sechseckigen Plättchen, den Eisschollen, die den Pinguinen mindestens einen, aber maximal drei Fische bieten. Alle Mitspieler bekommen je nach Spielerzahl zwei bis vier Holzpinguine einer Farbe. Jeder Pinguin startet auf einer Eisscholle mit einem Fisch und schon kann es losgehen.

Reihum dürfen die Pinguine über die Spielfläche sausen, aber immer nur in eine der sechs möglichen Richtungen – schließlich sind sie ja so schnell, dass Richtungswechsel mehr als schwierig werden. Gestoppt werden sie auf Wunsch des Spielers, aber sie dürfen andere Pinguine nicht umrennen, sondern müssen vor ihnen stehen bleiben. Bei ihrem Start legen sie so ein Tempo vor, dass die Scholle, von der sie gestartet sind, verschwindet – sie geht in den Besitz des entsprechenden Mitspielers über.

Das Problem dabei: Je weniger Eisschollen, desto geringer wird die Bewegungsfreiheit. Denn es gilt: Baden verboten. Das kann Vorteile haben, wenn man der einzige Pinguin in einem relativ großen Gebiet ist, aber auch so mancher schaut in die Röhre, wenn er plötzlich von einem futterträchtigen Areal abgeschnitten ist und sein restliches Spielleben auf einigen wenigen Schollen fristen muss.

Wie sollte es anders sein: Gewinner ist derjenige, der die meisten Fische auf den gesammelten Schollen vorweisen kann. Aber lange kann er sich nicht darüber freuen, schließlich wird direkt eine Revanche gefordert, bei einem so schnellen und kurzweiligen Spiel kein Problem.

Normalerweise steht in diesem letzten Absatz immer, für wen dieses Spiel geeignet ist und für wen nicht. Das fällt diesmal ganz kurz und knapp aus: Es ist für alle geeignet, es ist schnell gespielt, macht Spaß, ist schön gestaltet und setzt bestimmt keinen Staub im Regal an. Es soll Runden geben, bei denen ein Spieler sabotiert und auf kleinen Gebieten eingesperrt wird, das ist sicher nicht schön. Doch sollten dann eher die Mitspieler gewechselt werden, als das Spiel.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
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