Qwinto

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 09.03.2016
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Qwinto - Foto von NSV

Drei farbige Zahlenwürfel und für jeden Spieler noch einen Spielzettel mit Stift. Das ist alles, was man für das Spiel Qwinto von Uwe Rapp und Bernhard Lach (Nürnberger Spielkartenverlag) benötigt. Und genau so simpel ist auch die Spielanleitung, die innerhalb weniger Minuten gelesen und begriffen ist.

Wie wird Qwinto gespielt?

Auf dem Spielzettel sind drei leere Zahlenreihen aufgeführt, welche die Farben der Würfel haben und die im Laufe des Spiels durch die Würfelergebnisse der Spieler ergänzt werden. Im eigenen, aktiven Spielzug entscheidet ein Spieler zuerst, wie viele Würfel er verwenden will. Doch nicht nur die Anzahl der Würfel, sondern auch die dabei gewählten Farben der Würfel bestimmen die weiteren Spielmöglichkeiten. Die Summe aller gewürfelten Augenzahlen trägt der Spieler auf sein Resultatblatt ein. Den Platz darf man sich frei aussuchen, allerdings muss die Zahlenreihe die Farbe eines gewählten Würfels haben. Also gilt - drei Würfel in drei Farben würfeln und die Summe in einer der ebenfalls drei Farbreihen eintragen. Nur mit zwei Würfeln würfeln? Dann stehen nur die beiden farbgleichen Reihen zur Auswahl. Weiterhin gilt, dass die eingetragenen Zahlen in der Zeile von links nach rechts aufsteigend sein müssen und dieselbe Zahl nicht ein zweites Mal vorkommen darf.

Hui, das wird knifflig! War der erste Wurf tatsächlich für den Mülleimer, kann jeder noch einen zweiten Versuch mit denselben zuvor gewählten Würfeln versuchen. Ist es aber auch nach dem zweiten Versuch nicht möglich, eine Summe einzutragen, wird ein Fehlwurf notiert, welcher bei der Endauswertung Minuspunkte gibt. So sind die Spieler während der Spielrunde auch immer wieder vor neue Entscheidungen gestellt, wieviel und welche Würfel im eigenen Zug benutzt werden. Der besonderer Clou dabei: Wird ein Wurf vom aktiven Spieler notiert, so haben die anderen Spieler die Wahl, ob sie die gewürfelte Zahl ebenfalls bei sich notieren möchten oder nicht. Das macht alles recht interessant und trotz Würfel wird Qwinto so deutlich planbarer.

Qwinto endet, wenn ein Spieler zwei Farbreihen komplett hat oder ein Spieler seine vier Fehlversuche aufgebraucht hat. Bei der anschließenden Auswertung wird der Sieger ermittelt.

Wie gut ist das würfelspiel Qwinto?

Qwinto ist ein kurzweiliges Spiel, das Laune macht. Da die gewürfelten Punkte der Gegner ebenfalls notiert werden können, sind auch immer alle aktiv am Spielgeschehen beteiligt. Und genau durch diese Wahlmöglichkeit spielt auch der Glücksfaktor nur eine untergeordnete Rolle. Die Überlegungen „Mit welchen Würfeln versuche ich es im nächsten Spielzug?“ wird im späteren Spielverlauf immer wichtiger. Auch der Blick auf die Zahlenreihen der Mitspieler lohnt sich zwischendurch immer wieder mal. Spätestens nach der ersten Partie merkt man, dass hohe Zahlen auch nicht so einfach zu erreichen sind. Mit drei Würfeln ist dann auch ein zweiter Wurf extrem risikoreich. Daher lieber klein einsteigen und immer schön auf die Verteilung achten. Es gibt viel zu entscheiden bei Qwinto – doch gerade dies macht das Spiel äußerst reizvoll.

Wertung: 
Bewertung gut

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Mehr zum Spiel
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