Race For The Galaxy - Aufziehender Sturm

Die 1. Erweiterung

eine Spielerezension von admin - 08.10.2009
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Race For The Galaxy - Aufziehender Sturm von Abacusspiele

Zugegeben, Race For The Galaxy erschließt sich Otto-Normal-Spieler erst nach mehreren Runden und das möglichst bei einer Spielerklärung eines erfahrenen Spielers. Das wird sich auch durch die Erweiterung Aufziehender Sturm nicht ändern, denn diese bringt noch mehr der Symbole mit, auf die zu achten ist. Trotz allem sorgt die Erweiterung dafür, dass das Spiel weiter gespielt und von vielen geliebt wird.

Neben einigen neuen Karten, gibt es dabei neue Kartenfähigkeiten. Unter anderem kann man jetzt bei einigen Karten für jede militärische Welt eine Karte ziehen oder die Militärstärke gegen Abwerfen von Handkarten vorübergehend erhöhen. Etwas fragwürdig für die Spielbalance ist die Fähigkeit, in einer Runde eine zweite Welt ausspielen zu können. Das bringt besonders Militärstrategen einen (zu) deutlichen Vorteil, da sie das Spiel mit vielen kleinwertigen Welten schnell beenden können.

Neben Material für einen fünften Spieler (samt Startwelt und Start-Handkarten) liegen dem Spiel Zielplättchen bei. Es gibt dabei Boni für große Ziele, die stets der bekommt, der im Spiel bestimmte Hürden (zum Beispiel 4 Entwicklungskarten, aber die meisten, oder die größte Militärstärke, aber mindestens sechs) übertrifft. Solange ihn kein anderer Spieler übertreffen kann, behält dieser Spiele die Karte, die satte fünf Siegpunkte. Ähnliches gilt für kleine Ziele, bei denen es drei Siegpunkte gibt, wenn man diese als erster erreicht. Zum Beispiel: der erste Spieler mit fünf Siegpunktechip, der erste Spieler mit mindestens einer Produktions- oder Windfallwelt jeder Art und so weiter.

Eigentliches Herzstück dieser Erweiterung ist jedoch das Solospiel. Und ich gebe es zu: Ich habe versagt! Immer wieder habe ich versucht, den Roboter, meinen Gegenüber in dieser Variante, zu schlagen und es ist mir selbst auf leichtester Stufe nicht geglückt. Mal war es knapp, mal überdeutlich. Der Roboter würfelt, um seine Aktion zu bestimmen. Selbstverständlich darf er auch die Gegenerrolle spielen und umgekehrt. Allerdings bekommt er andere Aktionsmöglichkeiten und Boni. Diese hängen zum einen davon ab, ob er agiert (selbst die Aktion erwürfelt hat) oder reagiert (die Aktion auch ausführen darf), zum anderen stark von seiner Startwelt. Während man bei "Weltenleger-Robotern" noch gute Chancen hat mitzuhalten, werden "Produktions- und Verbrauchsroboter" normalerweise schnell mit vielen Siegpunkten uneinholbar davonziehen. Da der Erfolg beim Legen von Welten und Entwicklungen zwar zufällig bestimmt wird, diese dann aber ebenfalls zufällig sind, also auch gut und gerne mehrfach teure und damit Siegpunkte trächtige Karten sein können, wird ein Sieg gegen den Roboter sehr schwer. Das ist aber kein Grund zum Frust, sondern kann als sportliche Herausforderung angesehen werden. Welche Solovariante eines Spiels ist schon derart schwer zu gewinnen?

Die Erweiterung bringt neue Spielelemente und damit einen neuen Reiz. Die Zielplättchen sind eine schöne Ergänzug, die neuen Karten stellenweise zu stark, wobei man die angekündigten nächsten Erweiterungen abwarten muss, um sie endgültig zu bewerten. Die Solovariante ist sogar eine eigene Spielwelt, die sehr reizvoll ist. Pflichtklauf für Freunde von Race For The Galaxy.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
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