Ramba Samba

eine Spielerezension von Frank Riemenschneider - 31.03.2007
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Ramba Samba von Zoch Verlag

Der Inhalt des Kartons lässt Spielerherzen höher schlagen: ein großer roter Beutel, jede Menge Holz und ein schöner Spielplan. Die Raupe Samba will ihr Karnevalkostüm anziehen. Der Beutel ist ihr Kleidersack und die Spieler sind die Ankleidehelfer. Was Ramba zum Samba anzieht, ist auf dem Spielplan abgebildet.

Bis zu vier Spieler können mitspielen. Mehr nicht, denn es gibt nur vier Öffnungen im Beutel, der im Übrigen rund geschnitten ist, man muss sich also einen Ball ohne Luft vorstellen. Nachdem die Holzpuzzelteile verstaut worden sind, stecken alle eine Hand hinein und suchen/fühlen aus den Anfangs sechsundzwanzig Holzteilen, ein erstes Kleidungsstück für unsere Karnevalsraupe, das Schwanzteil zu finden. Wenn ein Spieler meint, er hat das richtige Stück erwischt, wird das Spiel unterbrochen und er präsentiert die Beute den anderen Mitspieler. Wenn es passt, wird es auf dem Plan angelegt und der Spieler bekommt einen kleinen Kleiderbügel als Belohnung. Auf diese Weise wird die Raupe „angezogen“. Wenn sie fertig für die Karnevalsparty ist, werden die Bügel von jedem Mitspielern gezählt und wer davon die meisten hat, wird zum Sieger gekürt.

Es kommt aber öfters vor, dass ein falsches oder nicht passendes von den fünf grünen Holzteilen aus dem Beutel gezogen wird. Für den Betroffenen heißt es dann: Puzzelteil vor sich ablegen und den anderen bei der Jagd auf das passende Kleidungsstück zuschauen. Nur wenn der Zufall es will, dass alle bis auf einen daneben gegriffen haben, dürfen die Zuschauer wieder mitsuchen. Es gibt Zeitgenossen, die finden das übernächste Teil und platzieren es innen neben dem eigenen Beuteleingang, um in der nächsten Runde auftrumpfen zu können. Clever gedacht, wenn die Beuteleingänge nicht jede Runde gewechselt werden müssten.

Es werden noch vereinfachte Varianten für jüngere Spieler oder solche, die noch üben müssen, in der Spielregel angeboten. Es sind aber keine Vorschläge auf die man nicht selber kommen kann. Einmal sollen die Kinder offen spielen und einmal wird die Raupe zur Hälfte aufgebaut. Viele Kinder kommen noch auf eine Dritte Variante: Mit den Holzpuzzelteilen Türmchen bauen. Von den Profiregeln ist der Teamspielvorschlag noch die Beste Idee. Nachdem die gegnerischen Zweierteams Kopf und Schwanz gefunden haben, spielt man aufeinander zu.

In der Praxis geht es sehr turbulent zu. Nicht wenige Kinder versuchen, in den Beutel zu „linsen“, um sich so Vorteile zu verschaffen. Wichtig ist aber die Vorbereitung zum ersten Spiel. Wer sich vorher nicht die Mühe macht, mit den Kindern die Raupe wenigsten einmal offen zusammenzubauen, wird nicht so viel Freude an diese Partie haben. Sie dauert dann einfach zu lange und es macht im laufe der Zeit immer weniger Spaß. Kinder und Erwachsene können gut miteinander spielen, allerdings haben die Kinder mehr Freude an diesem Spiel. Bei größeren Spielern lässt die Begeisterung bald nach. Im Kindergarten ist dieses Spiel noch am besten aufgehoben, es fördert die Sinne und es sind genug Spieler in der gleichen Spielstärke vorhanden.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Auszeichnungen: 
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