Salamanca

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 29.02.2008
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Salamanca von Reich der Spiele

„Halloooo, hier ist Fritze Flink, der rasende Reporter, von der Spiel in Essen. Ich sitze hier zusammen mit drei Besuchern, die einen freien Spieltisch gefunden haben und jetzt das Spiel Salamanca ausprobieren. Neben mir sitzen Bärbel, Claudia und Axel. Axel, erzähl uns doch mal etwas über das Spiel.“

Axel: “Also ... Jeder von uns übernimmt die Rolle eines Adligen im Spanien des 16. Jahrhunderts und muss versuchen die eigenen Ländereien zu vergrößern und daraus Weideland und Äcker zu machen und diese mit nahe gelegenen Bauernhöfen, Klöstern und Burgen zu bewirtschaften und damit soviel Geld zu machen, dass er zum Schluss als Gewinner hervorgeht.“

Bärbel: “Blablabla, komm doch langsam mal zur Sache und erkläre lieber den Spielmechanismus!“

Axel: “Na gut. Jeder Spieler erhält zu Beginn drei Gutsherren, die er einsetzen kann, um ein Kloster, einen Bauernhof oder eine Burg für ihn zu verwalten. Außerdem erhält man noch einen Conden, den man in einem gegnerischen Gebäude platzieren kann, um von dessen Erfolg zu partizipieren.“

Claudia: “ Also ich finde den Mechanismus nett, mit dem in jeder Spielrunde die Reihenfolge festgelegt wird. Das ist mal etwas ganz Neues. Jeder Spieler erhält eine Anzahl von Spielkarten, auf denen die Zahlen von eins bis acht abgebildet sind. Der Spieler, der die Karte mit der höchsten Zahl gelegt hat, beginnt. Auf den Karten mit den niedrigen Zahlen ist zusätzlich noch eine Sonderaktion abgebildet, die man alternativ zum Auswählen und Anbauen von Landschaftsplättchen in Anspruch nehmen kann. Man kann den Gegner zum Beispiel ärgern, indem man in seinen Landschaften Ratten oder Heuschrecken aussetzt oder seine Seen vergiftet. Also, schau mal, so läuft das ab: Der Axel hat jetzt die Acht gelegt und darf sich deswegen als erster aus den offen liegenden Landschaftsplättchen dieser Runde den schönsten Stapel nehmen. Ja, war ja klar ... Nimmt sich natürlich das Kloster und baut es an den Weinberg an, an dem ich eigentlich schon mein Kloster habe. Aber jetzt bin ich dran und werde kein Landschaftsplättchen nehmen, sondern meinen Condenstein in Axels Kloster legen. Ein bisschen was möchte ich an seinem Kloster ja auch verdienen.“

Bärbel: “Hmm. Und für mich bleibt nur der Acker hier übrig“

Axel: “Du bist auch immer am meckern, der ist doch gut. Wenn du den an deinen Bauernhof hier anlegst, ist der am Ende der Runde schon so groß, dass du dafür Einnahmen bekommst.“

Bärbel: “Ja toll und weil du deinen Conden in meinem Bauernhof gesetzt hast, kriegst du ja auch Einnahmen.“

Axel grinsend: “Tja, aber nur halb soviel wie du ...“

Fritze: “Was ist denn jetzt eigentlich das Ziel des Spieles?“

Claudia: “Gute Frage! Kohle scheffeln natürlich. Das kann man wie Bärbel machen, indem man sich an möglichst lukrative Landschaften setzt und die Erlöse der Landschaften dann auf dem Wochenmarkt verkauft. Oder wie Axel, indem man mit seinem Conden einfach von den Verkäufen der anderen profitiert. Die ergiebigste Einnahmequelle ist es aber, wenn man statt in einem Zug ein Landschaftsplättchen zu legen, seine Burg, sein Kloster oder seinen Bauernhof verkauft und dafür abhängig vom Gebäudetyp und der Anzahl und Art der passenden Landschaften, die an dieses Gebäude grenzen, Geld von der Bank bekommt.“

Axel: “Das Schöne ist, dass man dadurch auch seinen Gutsherren wieder zurückerhält und ihn im nächsten Zug wieder neu einsetzen kann. Beim Verkauf gilt es aber, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, also lange genug zu warten, damit das Gebäude genug Geld wert ist.

Bärbel: „Aber man sollte auch nicht zu lange warten, damit einem die Mitspieler nicht zuvorkommen. Beim Verkauf eines Gebäudes werden nämlich die wertvollsten daran angrenzenden Landschaften zerstört Das kann Auswirkungen auf den Wert der anderen Gebäude haben, die noch auf dem Spielplan liegen. Was meinst du, wie Claudia gleich flucht, wenn ich das Kloster wieder verkaufe und ihres dadurch fast wertlos wird ...“

Claudia: “Neinnnnnnnnn! Du #@$~ ... Na ja, wenigstens werde ich dann durch meinen Conden am Verkauf beteiligt.“

Fritze: “Und wie findet Ihr das Spiel nun?“

Axel: “Ich finde es toll. Schließlich gewinne ich gerade.“

Claudia: “Blödmann! Ich finde es auch nett. Es ist ein bisschen Glück dabei durch die in jeder Runde neu aufgedeckten Landschaftsplättchen, aber auch ein Taktikanteil durch den Startspielermechanismus, weil der linke Nachbar meine gerade gespielte Startkarte erhält. Da ich ein gutes Gedächtnis habe, weiß ich immer ziemlich genau, wer welche Karten auf der Hand hält. Axel mag natürlich am liebsten die Seuchen, weil er uns damit ärgern kann.

Axel, schmollend: „Ist ja gar nicht wahr!“

Bärbel:“ Ich finde es immer schön, wenn in so einem Spiel nicht so viel Plastik ist, sondern wie hier alles mit Holzfiguren und Pappplättchen ausgestattet wird. Und ich habe es gestern schon mal zu zweit gespielt und muss sagen, dass es dort noch viel taktischer ist als zu dritt, viert oder fünft. Mir gefiel die Zweiervariante erstaunlich gut.“

Fritze:“ Dann danke ich euch doch herzlich, wünsche noch viel Spaß beim Spielen und gebe zurück in die Sendezentrale.“

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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