Samsara

Kluge Spurwechsel bereiten den Weg zum Zielfeld

eine Spielerezension von Anita Borchers - 08.03.2015
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Brettspiel Samsara - Foto von Clemens Gerhards

Samsara bedeutet im indischen Sanskrit „Rad des Lebens“, könnte aber auch mit dem immerwährender Zyklus des Seins oder Kreislauf von Werden und Vergehen übersetzt werden. Diesem Thema widmet sich Clemens Gerhards Samsara vom Spieleautor Thomas Weber.

Darum geht es beim Brettspiel Samsara

Das Spielfeld ist ein edles Buchenholzbrett. Auf einer Kreisbahn, die aus 24 Doppelfeldern besteht wird gespielt – je einem runden und einem eckigen Feld. Einer der Spieler spielt die Bahn mit den runden Feldern, der andere mit den eckigen Feldern. Es dürfen aber alle Spielsteine von allen Spielern bewegt werden.

Ziel ist es, möglichst viele der schönen Glasmurmeln auf das eigene Zielfeld zu ziehen. Wer als erstes sechs rote Murmeln auf sein eigenes Zielfeld ziehen konnte, gewinnt die Partie Samsara. Um dort anzulangen, wird mit zwei Würfeln gewürfelt. Entsprechend dem Würfelergebnis sind die Spielsteine zu ziehen.

Darauf kommt es bei Samsara an

Samsara, ein Würfelspiel? Ja, auch. Aber vielmehr lebt Samsara vom taktisch geschickten Spurwechsel. Durch welchen man selbst schnell ins Ziel kommt oder dem Gegner unter Umständen dessen Steine von seiner Zielgeraden entführt und auf die eigene Spur lenkt. Der Spurwechsel ist das wichtigste Element bei Samsara. Ein Spielstein bewegt sich während seines Zuges immer auf der gleichen Spur (rund oder eckig). Jedoch sind zu Beginn und am Ende des Zuges Spurwechsel unter bestimmten Bedingungen erlaubt. So ist es möglich, einen Spielstein, der sich bereits kurz vor dem Zielfeld des Mitspielers befindet, auf die eigene Spur zu entführen und zielsicher in die eigene Zielgerade einbiegen zu lassen.

Bei jedem Zug gilt es, sich zu entscheiden, ob man konstruktiv für den eigenen Vorteil spielt oder, wenn das nicht geht, destruktiv, und den Gegner ärgert. Der trickige Spielmechanismus erschließt sich vielleicht nicht während der ersten Züge, aber doch sehr schnell während der ersten Partie wird klar, dass Samsara nicht nur ein Würfelspiel ist. Nein, Samsara lebt vom taktischen Spurwechsel. Ok, die richtige Augenzahl wird dann schon benötigt, um hin und wieder mal eine Murmel im eigenen Zielfeld einzulochen.

Samsara: über die Qualität und den Spielspaß

Mit Samsara haben Clemens Gerhards wieder ein schönes Taktikspiel mit einem gewissen Würfelglück für zwei Personen auf den Markt gebracht. Von gewohnt hochwertiger Qualität ist das Spielmaterial: Spielbrett aus geölter Buche, Spiel- und Wertungssteine sind Glasmurmeln. Die Regeln sind einfach erklärt und dennoch liegt ein spannendes und variantenreiches Spiel vor euch.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
15-30
Jahrgang: 
2014
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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