Schloss Schlotterstein

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 31.10.2005
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Schloss Schlotterstein von Reich der Spiele

Auf Schloss Schlotterstein herrscht große Aufregung! Die kleinen Gespenster haben heute ihre Abschlussprüfung im Spuken. Bevor es aber richtig losgeht, werden vier Füßchen unter dem Schachtelboden befestigt und mit vier Innenwänden ein schnuckeliges Schloss gebaut. So erhält man ein hübsch anzuschauendes Spiel in der Schachtel, das sofort zum Loslegen animiert. Mit Hilfe des magnetischen Geisterstabes, der unterhalb des Schlosses hin- und herbewegt wird, kann der Spieler ein ebenfalls magnetisches Gespenst im Schloss umherspuken lassen.

Der Spieler zieht vom verdeckten Kartenstapel eine der 36 Gemäldekarten. Er versucht nun, den auf der Karte abgebildeten Schlossbewohner im Schloss wiederzufinden und rauscht danach schnellstmöglich mit seinem Gespenst los, um diesem vermeintlichen Opfer einen gehörigen Schrecken einzujagen. Während der Jagd durch das Schlossgemäuer läuft eine Sanduhr, und solange die Zeit läuft, darf man versuchen, so viele Gemäldekarten wie nur irgendwie möglich umzudrehen und jeweils die darauf abgebildeten Schlossbewohner zu erschrecken. Bei Erfolg darf man dann jeweils die erschreckte Gemäldekarte an sich nehmen. Sobald jedoch das letzte Sandkorn dahingeschwunden ist, ist der ganze Spuk vorbei und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Gewonnen hat, wer nach der dritten Spielrunde, die meisten Gemäldekarten besitzt. In der vorbildlichen Spielanleitung ist noch eine leicht abweichende Spielvariante und zusätzlich sogar noch eine kooperative Spielvariante beschrieben, bei der die Kinder gemeinsam umherspuken können. In einem Zusatzheftchen wird noch die Gruselolympiade, die aus weiteren sechs Spielvarianten besteht, vorgestellt. Hierbei wird auch noch das zusätzliche Spielmaterial, wie die vier magnetischen Kugeln, die neun Goldstücke und eine kleine Schatztruhe verwendet. Man wird in der Spielanleitung sogar noch dazu aufgefordert, weitere Spielvarianten zu erfinden und auszuprobieren.

Bei allzu forschem Vorgehen kann das Gespenst vom Geisterstab springen, und man verliert wertvolle Zeit. Schlimmer noch ist, dass das Gespenst sehr oft in den engen Türbogen hängen bleibt. Damit dann keine Tränen fließen, muss man das Gespenst dann mit der Hand durch die Türen drücken. Auch die neuen unterschiedlichen Spielvarianten wissen nicht alle zu überzeugen. Jedoch ist so für eine gewisse Abwechslung gesorgt und in der Regel auch für jeden etwas dabei.

Ganz klar, Schloss Schlotterstein ist ein typisches Familien-Geschicklichkeitsspiel. Sehr viel Hirnschmalz wird hier keinem abverlangt, dafür aber eine ruhige sichere Hand und ein gutes Augenmass. Besonders für Kinder sind die Spielrunden sehr lustig und spannend. Es macht Ihnen eine Freude, zuzusehen, wie das Gespenst durch das Schloss spukt. Wer diese Art von Spielen mag, kann nun bedenkenlos zugreifen. Die anderen Freunde der klassischen Brett- oder Familienspiele sollten aber vor dem Kauf eine Partie zur Probe spielen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
1 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2003
Spielkategorisierung
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