Sushi Express

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 31.12.2006
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Sushi Express von Reich der Spiele

Ostasiatisches Essen ist in Europa beliebt - auch wenn es sich dabei wie bei Sushi um rohen Fisch handelt. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden und so wie früher der Pizzaservice die Kunden mit seine Produkten belieferte, ist es heute halt der Sushi-Express. Zumindest in diesem Spiel. Die Spieler übernehmen jeder die Rolle eines Sushi-Lieferanten und versuchen, einen möglichst großen Kundenstamm zu erreichen.

Zu Beginn wird aus Plättchen ein Rundkurs ausgelegt, der als wichtige Felder das Sushi-Restaurant und den Park enthält. Dann werden vom Stapel der Kundenkarten so viele Karten aufgedeckt, wie Spieler teilnehmen.

Das Spiel läuft in Runden ab, die je aus vier Phasen bestehen. In der ersten Phase setzt jeder Spieler einen Markierungsstein auf ein Feld einer Skala von zwei bis zwölf – jeder auf ein anderes. Dann in der zweiten Phase beginnt der Spieler mit dem höchsten Gebot und versucht, dieses mit dem Wurf von zwei Würfeln zu erreichen oder zu übertreffen. Er hat zwei Versuche. Schafft er es nicht, darf er sich in dieser Runde nicht bewegen, erhält aber zum „Trost“ eine „Parkkarte“. Dann ist der Spieler mit dem nächst höheren Gebot an der Reihe.

Sollte jedoch ein Spieler es schaffen, sein Gebot zu erreichen, endet das Würfeln, und es beginnt die dritte Phase: Der Gebotreihenfolge nach beginnend beim Würfelnden dürfen alle Spieler, so viele Felde auf den Parcours vorrücken, wie sie geboten haben – sie brauchen nicht mehr zu würfeln. Erreicht oder überschreitet dabei ein Spiel das Restaurantfeld, so darf er sich eine der ausliegenden Karten aussuchen und an sich nehmen. Sollte jemand das Parkfeld genau erreichen (hier riecht ein Passieren des Feldes nicht), so bekommt er eine Parkkarte.

Schließlich in der vierten Phase werden neue Kundenkarten aufgedeckt – sollte das nicht mehr genug sein, um für jeden Spieler eine Karte auszulegen, endet das Spiel.

In der nun folgenden Abrechnung erhält jeder Spiele für jeden ersten Kunden einer Farbe drei, für jeden weiteren nur noch einen Punkt. Woraus folgt, dass ein breit gestreuter Kundenkreis von Vorteil ist. Aber auch die (unter den Kundenkarten vorkommenden) Trinkgeldkarten sollte man nicht vernachlässigt haben, denn wer da die wenigsten vorweist, muss Strafpunkte hinnehmen. Wer nun die meisten Punkte hat, gewinnt - bei Gleichstand der mit den meisten Parkkarten.

Womit wir bei diesen bereits erwähnten Parkkarten wären. Außer der eher unwesentlichen Aufgabe, ein Remis aufzulösen, tragen sie je auch noch eine Sondereigenschaft. So erlauben sie zum Beispiel ein bereits genutztes Gebot erneut zu wählen. Sehr interessant sind auch zusätzliche Trinkgeldkarten, die erst ganz zum Schluss des Spiels aufgedeckt werden und bisweilen bei Mitspielern für manch böse Überraschung sorgen können.

Auf dem Spieltisch erweist sich Sushi-Express als schnell erklärt und schnell gespielt, die angegebene halbe Stunde wird man wohl selten erreichen. Da es mit bis zu sechs Personen spielbar ist (auch wenn die optimale Spielerzahl wohl aufgrund der begrenzten Kartenzahl eher bei vier liegt) erweist es sich insbesondere als "Aufwärmer" oder "Absacker" an einem Spieleabend als gut geeignet. Ein großes Highlight ist das Spiel sicher nicht, aber wer ein leichtes recht glücksabhängiges Wüfelspiel mit Zockerelementen mag, liegt bei Sushi-Express sicher nicht falsch.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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