Tikal

eine Spielerezension von Günter Cornett - 31.10.2005
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Tikal von Ravensburger

Zu einer Expedition ins guatemaltekische Tikal lädt uns das Autorenduo ein. Tikal war einst eine bedeutende Maya-Stätte mit großen Pyramiden und schönen Tempeln. Heute sind die imposanten Bauten unter bis zu 50 m hohen Urwaldbäumen versteckt und warten darauf, von Archäologen freigelegt zu werden.

Zwei bis vier Spieler schlüpfen in die Rolle von Expeditionsleitern, um die Maya-Tempel zu entdecken und ihre Schätze zu heben. Bei Spielbeginn ist nur ein kleiner Teil des Spielfeldes zugänglich: das Basiscamp, in dem die Expeditionen starten, sowie zwei eher unbedeutende Tempel. Im weiteren Spielverlauf wird die Maya-Stätte Zug um Zug durch Anlegen sechseckiger Plättchen erschlossen. Tempel, Schätze, Expeditionscamps und Vulkane verteilen sich immer mehr über das Spielfeld. Verbunden sind sie durch verschlungene Pfade aus kleinen Steinplatten.

Insgesamt darf jeder Spieler pro Spielzug 10 Aktionspunkte auf die bis zu 18 Mitglieder seiner Expedition verteilen: für die Bewegungen, für das Ausgraben eines Schatzes, für das Freilegen eines Tempels und für einige weitere Aktionen. Besonders in der ersten Partie wirkt das ein wenig unübersichtlich und verwirrend. Eine Übersichtstafel für jeden Spieler sorgt aber schnell für die nötige Klarheit.

Und die gelungene Grafik, schönes reichhaltiges Spielmaterial aus Holz, sowie eine leicht verständliche Spielregel stimmen uns mehr als versöhnlich. Nur zu gern lassen wir uns auf das Abenteuer ein. Hier wird ein Tempel handstreichartig in Besitz genommen, dort tauscht man seine Schätze ganz friedlich mit einem Mitspieler. Einziger Wermutstropfen: Spielt man mit Grüblern, kann es leicht zu längeren Wartezeiten kommen. Daher sollten die Spieler sich schon gleich bei Spielbeginn auf eine zügige Spielweise verständigen. Auch empfiehlt es sich, nach einer ersten Eingewöhnungspartie sofort von der so genannte Grundversion zur Profi-Variante von Tikal zu wechseln. Hier werden die anzulegenden Plättchen nicht zufällig aufgedeckt sondern unter den Mitspielern versteigert. Das Spiel wird strategischer und flüssiger zugleich; Pläne lassen sich schmieden, während der Mitspieler noch am Zug ist.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
120
Jahrgang: 
1999
Spielkategorisierung
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