Time's Up!

eine Spielerezension von Carsten Pinnow - 31.12.2006
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Times Up

Ein Stapel Karten, beidseitig mit jeweils zwei Namen berühmter Persönlichkeiten bedruckt, ein Wertungsblock, ein Begleitheft sowie eine Sanduhr - dies ist das Spielmaterial von Time’s Up, einem Partyspiel für bis zu ... na ja, einem Partyspiel halt.

Die Spieler spielen in Teams gegeneinander und müssen die Namen der auf den Karten abgedruckten Personen erraten, wobei stets ein Spieler seinen Teamkameraden die Begriffe (hier: Namen) zu erklären versucht. Dies ist nun keinesfalls trivial, denn erstens hat man dafür nur 30 Sekunden Zeit, zweitens sind nicht unbedingt alle Personen auch allen Mitspielern bekannt (was bei Zweipersonen-Teams Schwierigkeiten verursachen kann) und drittens ist das mit dem Erklären auch nicht so einfach. Gespielt wird nämlich in drei Runden, in denen jeweils die gleichen Karten verwendet werden, und in jeder Runde gelten andere Regeln.

In der ersten Runde dürfen die Namen (fast) nach Belieben umschrieben werden, ein Überspringen von (dem Erklärenden) unbekannten Namen ist jedoch nicht erlaubt. Im zweiten Durchgang ist es dann schon vorbei mit dem umfangreichen Erläuterungen, hier ist nur noch ein(!) einziges Wort gestattet. Zudem gilt auch nur die erste Antwort der Teammitglieder – da ist es schon mal von Vorteil, wenn man sich gemerkt hat, welche Personen in der ersten Runde so alles aufgetaucht sind. Manchmal ergeben sich dabei höchst merkwürdige Assoziationen: Zum Beispiel wenn der Sprecher den Roten Baron einfach nur mit der Farbe "Rot" assoziiert und als Tipp seinen Mitspielern „Ferrari“ entgegenschleudert. Zur Not dürfen ab dieser Runde Namenskarten aber auch übersprungen werden. In der dritten Runde nimmt der (un-) freiwillige Humor nun seinen freien Lauf, denn artikulierte Laute sind überhaupt nicht mehr erlaubt. Stattdessen wird gegrunzt, gepiept und fleißig Pantomime gespielt. Das Summen von Liedern oder anderen Melodien ist übrigens auch verboten.

Am Ende gewinnt zwar das Team, das die meisten Begriffe erraten hat, doch wie bei jedem guten Partyspiel ist der Fun-Faktor entscheidend. Dieser kann etwas leiden, wenn die gesuchten Personen den Spielern zu häufig nicht bekannt sind. Doch dank der unterhaltsamen Pantomime-Runde ist Time’s Up zumindest eine gelungene Abwechslung für diejenigen, die die Tabu-Kartensets schon in- und auswendig kennen. Im Grunde genommen spricht auch nichts dagegen, Karten und Regeln von Time’s Up und Tabu miteinander zu vermischen. Und wer mit der gesuchten Person einmal gar nichts anfangen kann, findet im Begleitheft eine Auflistung aller Namen nebst Kurzbeschreibung.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
4 - 18
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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