Urmel aus dem Eis

eine Spielerezension von Claudia Stroemer - 31.12.2006
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Urmel aus dem Eis von Huch and Friends

Wer kennt es nicht, das Urmel, welches vor langer Zeit noch an Fäden durch die Augsburger Puppenkiste trappelte. Heute, animiert und noch putziger, lebt es auf der Isel Titiwu und muss von seinen Freunden vor dem bösen König Pumponell gerettet werden.

Alle Lauffelder werden zu einem zusammenhängenden Weg in beliebiger Form ausgelegt. Den Anfang bildet das Startfeld des König Pumponell gefolgt von drei Abstandfeldern und dem Start der Freunde des Urmels.Einer der Mitspieler wird ausgewürfelt, die Figur des bösen Königs zu übernehmen.Alle anderen spielen die Freunde des Urmels und erhalten dazu eine Bananenschale für unterwegs und, falls sie gefangen werden, einen Diener, der die gleiche Farbe wie der jeweilige Freund hat. Jeder bewegt sich der Anzahl der gewürfelten Augen entsprechend nach vorne.

Die Urmel-Figur wird von allen gemeinsam geführt, indem sie immer auf das Feld gerufen wird, auf dem sich der erste Spieler befindet. Wurden alle Freunde gezogen, ist der König an der Reihe. Am Ende jeder Würfelrunde müssen sich alle Freunde und das Urmel auf jenes Feld begeben, auf dem sich der langsamste befindet. Kommt der König den Freunden zu nahe, kann ihm einer von ihnen seine Bananenschale in den Weg werfen. Dann setzt König Pumponell eine Runde aus und der Freund darf noch einmal würfeln. Erwischt der König jedoch einen Urmel-Freund, ist dieser aus dem Spiel und wird durch einen bösen Diener ersetzt, der sich auf der Seite des Königs befindet. Nun gehen sie gemeinsam auf Urmel-Jagd. So kann es kommen, dass später mehr Jäger als Gejagte unterwegs sind. Der König kann immer nur denjenigen Freund fangen, der an letzter Stelle ist, weil die Würfelaugen verfallen, die darüber hinausgehen.Der Freund, der es schafft, Urmel ins sichere Versteck zu führen, hat gewonnen.

Ein Spiel zum Film - wie gehabt, sollte man meinen, wenn da nicht die gute, ja fast schon ritterliche Idee dahinter steckte, welche die Kinder dazu bringt, stets zusammen und nicht gegeneinander zu spielen. Nach Vorne wird sich durchgekämpft und gerufen „Urmel, komm zu mir!“ Und hinten halten alle zusammen, wenn es darum geht, den Schwächsten zu bestärken, indem sie zu ihm auf den letzten Platz zurückgehen. Umso gemeiner und somit spannender ist es, wenn man gefangen wird und dann schlagartig das Lager und Identität wechseln soll.

Das klingt etwas kompliziert, ist es aber nicht, denn die Spielzüge sind einfach und für Kinder gut nachvollziehbar. Ein tolles Würfelspiel, dessen Spannung mit der Anzahl der Spieler steigt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Jahrgang: 
2006
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