VampirConnection

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.10.2005
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VampirConnection von Sphinx Spieleverlag

Blutsaugen macht Spaß! Das Kartenspiel VampirConnection sorgt dafür, dass die Angst vor Dracula ein Ende hat. Das spiel gibt sogar einen Einblick in die Nöte der Vampire: Wie an Blut kommen, wenn Knoblauch im Haus hängt? Und dann war da noch die Sache mit Vampirjägern und qualitativ schlechten Opfern. Trunkenbold Sufkosi ist so blau, dass sich selbst der stärkste Vampir schlecht fühlt. Gut, wenn man wenigstens einen Buckligen als Helfer hat. Ja, ein Vampir hat es schwer. Für die Spieler bedeutet das, in die Rolle eines Vampirs zu schlüpfen. Vom Schloss aus geht es auf Raubzüge ins Dorf, wo die möglichen Opfer leben. Dorthin kommt man nur in einer Kutsche oder gleich als Nebel, Wolf oder klassisch als Fledermaus. Dazu wird eine passende Karte ausgespielt. Im Dorf angelangt, wird die oberste Dorfkarte umgedreht. In der Regel findet man dort ein Opfer. Diese haben zwei "Blut"-Werte: einen für die Vampirgruft und einen für das Schloss. Entscheidet man sich für den Gruftwert, saugt man das Opfer komplett aus und legt es in die Gruft. Hält man das Opfer im Schloss gefangen, kann man jede Runde das Opfer ein bisschen anzapfen und erhält dafür Blutpunkte. Doch Achtung: Im Schloss sind die Gefangenen nicht sicher vor den anderen Vampiren. Die kommen bei echten Leckerbissen gerne mal vorbei und nehmen die mühsam gefangenen Opfer mit. Dafür gibt es aber Abwehr- (und Angriffs-) Karten, die vor Raubzügen schützen, gegnerische Vampire pflocken oder die Opfer eines Mit-Vampirs durch Kruzifixe oder Weihwasser schützen. Neue Karten bekommt man unter anderem durch Blutpunkte. Deshalb sollte man immer ausreichend Opfer im Kühlschrank - pardon Schloss haben. Ist die letzte Dorfkarte umgedreht, wird abgerechnet: Der Spieler mit den meisten Blutpunkten gewinnt. Das Spiel ist witzig, zeigt ganz andere Seiten von Vampiren und bietet genug Möglichkeiten, den Mit-Vampiren eins auszuwischen. Nur als Kartenspiel gedacht hat VampirConnection durch den Spielaufbau eindeutig Brettspielcharakter. Leider wird der Spaß trotz einer 28-seitigen Anleitung durch Regelunklarheiten gedämpft. Dennoch ist nicht nur blassgesichtigen Spielern VampirConnection zu empfehlen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
16
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2001
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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