Vinci

Aufstieg und Fall der Zivilisationen

eine Spielerezension von Günter Cornett - 31.10.2005
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Vinci von Eurogames

Aufstieg und Fall von Zivilisationen ist Thema von Vinci, einem Eroberungsspiel ganz eigener Art. Wer die Welt beherrschen will, ist hier fehl am Platz. Reiche entstehen, dehnen sich aus und zerfallen unweigerlich. Der Spieler, der ein Reich lenkt, überlässt dieses bald seinem Schicksal und gründet ein neues. Für die während der kurzen Blütezeit gemachten Eroberungen erhält er Siegpunkte gutgeschrieben. Bei Vinci wird also rücksichtslos erobert und vernichtet. Zurück bleibt jedoch eine Erkenntnis: Jedes Reich ist vergänglich.

Abwechslung bringen Kärtchen, die für die verschiedenen Zivilisationen spezielle Eigenschaften festlegen. Manche verheißen zusätzliche Siegpunkte für die Eroberung bestimmter Landstriche, andere bringen militärische oder sonstige Vorteile. Da für jedes Reich zwei solcher Eigenschaften miteinander kombiniert werden, ist die Vielfalt von Spielsituationen schier unerschöpflich.

Schade nur, dass die Spielanleitung schlecht strukturiert ist und zahlreiche Lücken und kleinere Fehler enthält. Ansonsten aber überzeugt Vinci durch seine klare und einfache Struktur. Aufwendige Würfelorgien und Massenaufmärsche kommen nicht vor. Phillipe Kayaerts ist der Spagat gelungen, ein sehr taktisches Spiel zu machen, das ohne Glücksfaktor, aber auch ohne langwierige Grübeleien auskommt.

(Die Rezension bezieht sich auf die erste Auflage)

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
14
Spieldauer (Minuten): 
180
Jahrgang: 
1999
Spielkategorisierung
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