Werwölfe - Vollmondnacht

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 25.01.2016
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Werwölfe - Vollmondnacht - Foto von Ravensburger

Endlich werden auch in Ravensburg Werwölfe gesichtet. Trotz ihres furchterregenden Aussehens besitzen die Ravensburger von Ted Alspach und Akihisa Okui eine gewisse Familientauglichkeit. Diese Werwölfe bringen nämlich des Nachts keine wehrlosen Dorfbewohner um, wie es in anderen Varianten dieses Spieleklassikers der Fall ist.

So wird Werwölfe - Vollmondnacht gespielt

Nach wie vor spielen Werwölfe und Dorfbewohner gegeneinander. Auch in Ravensburg gibt es Dorfbewohner mit Spezialrollen. Spielziel der Dorfbewohner ist es, sich von den Werwölfen zu befreien, während die Werwölfe versuchen im Dorf zu bleiben.

Wer will, kann die Spielleitung einer App übergeben, die ganz gut funktioniert. Ansonsten wird ein Spielleiter bestimmt, der allerdings selbst auch eine Rolle übernimmt. In diesem Fall liest der Spielleiter in der Nacht die Rollentexte vor und schließt dazwischen immer selbst auch die Augen. Das ganze Spiel ist auf eine Nacht, in der die verschiedenen Rollen nacheinander aufgerufen werden, und einen Tag verkürzt, was in diesem Fall nicht schlecht ist. Am Tag fällt dann die Entscheidung, indem es nach einer kurzen Diskussion zur Abstimmung kommt. Der Spieler mit den meisten Stimmen stirbt (hier wird es dann doch noch blutrünstig). Gewonnen haben die Werwölfe, wenn kein Werwolf stirbt, während die Dorfgemeinschaft gewinnt, wenn mindestens ein Werwolf stirbt.

Wie gut ist Werwölfe - Vollmondnacht?

Endlich darf der Spielleiter selbst auch mitspielen. Diese Idee ist grundsätzlich toll, leider hat sie sich aber in der Praxis nicht bewährt. Die durch das Hantieren mit den Karten entstehenden Geräusche in der Nacht lassen sich recht leicht zuordnen, sodass wir schnell wieder dazu übergegangen sind, einen Spielleiter ohne Rolle zu wählen. Dieser kann dann in der Nacht stellvertretend für die verschiedenen Rollen mit den Karten umgehen und dabei auch beliebig viele Störgeräusche erzeugen.

Leider gibt es auch Rollen, die die Karten der Mitspieler vertauschen, sodass am Ende der Nacht keiner - ausgenommen die Seherin - mit Sicherheit weiß, welche Rolle er denn nun hat. Auch das kam in unseren Runden nicht so gut an, sodass wir schnell dazu übergegangen sind, Ravensburg zu verlassen und wieder nach Düsterwald zu ziehen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
3-10
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
9
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Mehr zum Spiel

Kommentare

Das klingt so ein bisschen so danach, als wäre die Idee, den Spielleiter mitspielen zu lassen zwar eben eine gute Idee gewesen, ansonsten aber an der Realität gescheitert.

 

Und die Verkürzung der Spielzeit kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen, gerade das macht ein Düsterwald-Spiel doch aus, dass man über mehrere Runden immer mehr ein Gefühl dafür entwickeln kann (ob nun richtig oder falsch sei dahingestellt) wer nun ein WW ist und wer nicht...

 

Lasse, von

www.gesellschafts-brett-und-kartenspiele.de

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