Würfel-Ligretto

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 04.01.2010
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Würfel-Ligretto von Reich der Spiele

Würfelspiele sind „in“. Viele erfolgreiche Brett- und Kartenspiele werden auch als Würfelspiele umgesetzt (jüngste Beispiele: Ra - Das Würfelspiel, Im Wandel der Zeiten - Würfelspiel und jetzt auch Ligretto).  Nicht immer stellen sie eine Bereicherung für die Spielerwelt dar. Das für Ligretto typische "Hektik und Chaos" bleibt auch im Würfelspiel erhalten.

Im Spiel gibt es 24 Würfel, jeweils sechs in einer Farbe. Dazu gibt es ein Spielbrett mit vier Reihen in ebenfalls vier Farben. Jede Reihe besteht aus sechs Feldern, die mit Würfelaugen von eins bis sechs versehen sind.

Zu Beginn des Spieles kommen alle Würfel in ein blickdichtes Säckchen, aus dem sich jeder Spieler – abhängig von der Spielerzahl - eine bestimmte Anzahl Würfel zieht. Die Spieler legen ihre Würfel in ihren Würfelbecher und auf ein Zeichen beginnen alle gleichzeitig zu würfeln. Anschließend werden die Würfel auf die passenden Felder gelegt. Dabei gilt, dass die einzelnen Reihen in aufsteigender Folge belegt werden müssen (eine gelbe Vier kann zum Beispiel erst gelegt werden, wenn eine gelbe Eins, Zwei oder Drei liegt). Außerdem gilt natürlich wer zuerst legt, der bleibt. Sobald der erste Spieler seine Würfel alle losgeworden ist,  ruft er "Ligretto" und beendet damit die Runde.

Der Sieger der Runde erhält die Anzahl der noch nicht untergebrachten Würfel als Pluspunkte, während jeder seiner Mitspieler die Anzahl der eigenen nicht untergebrachten Würfel als Minuspunkte bekommt. Papier und Stift für das Notieren der Punkte werden im Spielerhaushalt vorausgesetzt, das heißt, einen Wertungsblock oder ähnliches sucht man im Spiel vergebens.
Das Spiel endet nach (Spieleranzahl mal drei) Runden.

Würfel-Ligretto ist ein schnelles und leicht zu erklärendes Spiel für zwischendurch. Nicht zu empfehlen ist es für Menschen mit empfindlichen Ohren, da die Lärmentwicklung durch das Würfeln nicht unerheblich ist.

Man muss sehr aufmerksam sein, da Fehler nur direkt festgestellt werden können, später lassen sie sich nicht mehr zurückverfolgen. Da alle Spieler sehr mit sich und ihren Würfeln beschäftigt sind, ist man auf die Ehrlichkeit der Mitspieler angewiesen.

Der Vorteil, dass man durch das immer wieder neue Ziehen der Würfel immer wieder eine neue Farbzusammenstellung bekommt, ist leider manchmal auch ein Nachteil, da ein Spieler, der zum Beispiel in einer Runde nur zwei Würfelfarben hat, nicht alle vier Reihen, sondern nur zwei im Auge behalten muss und dadurch natürlich im Vorteil gegenüber anderen Spieler ist, die alle vier Farben in ihrem Besitz haben.

Die Hektik und das Chaos, die das Kartenspiel ausmachen, bleiben auch beim Würfelspiel erhalten. In der richtigen Runde macht das Spiel durchaus Spaß, wenn es auch keinesfalls abendfüllend ist.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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